<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:py="http://codespeak.net/lxml/objectify/pytype" py:pytype="TREE"><text><body><div type="edition" xml:lang="deu" n="urn:cts:greekLit:tlg2959.tlg011.opp-ger1"><div type="textpart" subtype="chapter" n="11"><div type="textpart" subtype="section" n="2"><p> Denn die menschliche Schwäche hat diese Zeichen erfunden, in welche ihre Blindheit legend, sie von anderem die Wahrheit empfängt.
<lb n="10"/> Denn die Menschheit, noch ohnmächtig seiend und ohne das
Gutsein seiend wegen der vorhergegangenen Verführung, empfing
des Wahrhaftigen, in welchen sie die Wahrheit erkennt. Welcher
Seelen (aber) gesund sind und vermögen an der Schönheit des Himmels
den Schöpfer zu erkennen, die brauchen weder ein Zeichen noch ein
<lb n="15"/> Bild. Daher bedurfte man, daß zuerst im Gesetz geoffenbart
damit man dadurch auch zum Geistigen fähig würde, über welches uns
unser Herr Jesus Christus belehrt hat, weder »in Jerusalem« noch
»dem Berge« Garizin sei Gott »anzubeten« von denen, die die
geschmeckt haben, sondern »im Geist und in der Wahrheit«
<lb n="20"/> Hände« zu ihm emporzuheben.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="3"><p> Denn nicht wird das Heilige von Örtern und Räumlichkeiten umschrieben, nicht hat er Wohlgefallen an solchen
Ehrerweisungen und Diensten, da die wahre junge Kuh erschienen ist,
deren jene ein Vorbild war, indem die wahren Reinigungen offenbar
geworden sind. Denn »Siehe«, spricht er, »mache nach dem dir gezeigten
<lb n="25"/> Bild alles«.</p></div></div></div></body></text></TEI>