<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:py="http://codespeak.net/lxml/objectify/pytype" py:pytype="TREE"><text><body><div type="edition" xml:lang="deu" n="urn:cts:greekLit:tlg2959.tlg011.opp-ger1"><div type="textpart" subtype="chapter" n="10"><div type="textpart" subtype="section" n="5"><p>Die Jahre wurden erfüllt, es mangelte die Asche. Nicht mehr wird »auf steinerne Tafeln« geschrieben: »Liebe den Herrn deinen
das was unter dem Gesetz ist nötigend wider AVillen Gott zu dienen,
sondern »auf fleischerne Tafeln« denen, die in Ewigkeit leben
aus freien Stücken Gotte zu dienen.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="6"><p> Ich möchte aber sie nun gern <lb n="20"/> fragen, wie sie uns das Gesetz zu halten befehlen: wie uns das Gesetz
selbst befiehlt und der heilige Geist, oder wie sie selbst meinen, daß
es zu halten sei? Wenn aber nun, wie sie selbst, — so befehlen sie
nichts anderes als die Übertretung des Gesetzes. Denn der Nomos
(sagt) in bezug auf den, welcher ein Totenbein oder einen Toten angerührt
<lb n="25"/> hat, wenn er sich nicht reinigt, so soll er ausgerottet werden
von seinem Volk, damit sie nicht das Heilige anrühren; sie aber
Tote an und Gebeine, reinigen sich nicht nur nicht, sondern beflecken
auch das Heilige, indem sie es berühren. Wenn aber wie der heilige
Geist befiehlt, wie sind sia dann nicht die Allerschamlosesten?</p></div></div></div></body></text></TEI>