<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:py="http://codespeak.net/lxml/objectify/pytype" py:pytype="TREE"><text><body><div type="edition" n="urn:cts:greekLit:tlg2959.tlg003.opp-ger1" xml:lang="deu"><div type="textpart" subtype="book" n="1"><div type="textpart" subtype="chapter" n="9"><div type="textpart" subtype="section" n="9"><p> Daher gibt es auch drei Arten von Ausscheidung (περίττωμα?). Wie eine Verkochung empfängt es von eben
jenem ersten und indem die Verkochung im Leib geschieht, geschieht
Ausscheidung der Hülsen, wie . . † Von dem zweiten aber das Blut
in den Adern, Feuchtigkeit und die doppelte Galle: die Feuchtigkeit,
<lb n="15"/> wie von der Käsematte abfließt die Käsemilch, die gelbe Galle aber,
welche wie Weinfarbe, die schwarze aber wie Hefe. In dem ganzen
Leib aber ein unmerkliches Ausatmen.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="10"><p> Ursache hiervon ist das natürliche Warme in uns, wie für die Welt das der Sonne. Denn dadurch
zieht es aus dem Bauch durch die Adern und kocht gleichsam in sich
<lb n="20"/> die Speise, süß machend und schäumend und scharlachrot.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="11"><p> Wie bei Früchten. Denn diese sind zuerst an Bestand fein und wässrig. an
Aussehen aber weiß, an Geschmack sauer; durch die Sonne und die
Strahlen werden sie, süßer werdend, süß und rot.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="12"><p> So verändert auch die Wärme, welche in uns ist, die Speise, welche schlicht
<note type="footnote">14 Aristot. De part. anim. II, 2, 2. Bd. III, 233, 22. 31. 48 Didot
— 21 Aristot. De color. 5 III, 648, 49 Didot
4 ff Dial. Adam. S. 210, 14 ff
καὶ ἐξ ὕδατος γῆ καὶ ἐκ γῆς πῦρ. 331 f πῦρ ἡ φλόξ, αὕτη δ᾿ ἐστὶ καπνὸς καιόμενος,
ὁ δὲ καπνὸς ἐξ ἀέρος καὶ γῆς. Meteor. τὸ . . ὑγρὸν . . ἀτμιδούμενον φέρεται ἄνω·
τῆς δὲ θερμότητος ἀπολιπούσης . . συνίσταται πάλιν ἡ ἀτμὶς ψυχομένη . . καὶ
γίνεται ὕδωρ ἐξ ἀέρος· γενόμενον δὲ φέρεται πάλιν πρὸς τὴν γῆν
2 »So ist« tako: »wenn« ašte S 4 D εἰσπεμπομένη γὰρ ἡ τροφὴ . . καὶ
χυλουμένη πὴ μὲν εἰς αἷμα, πὴ δὲ εἰς φλέγμα, πὴ δὲ εἰς σίελον ἐκκρίνεται 5 »ihr«
eja: »welcher« ejaže S 9 »Das« S 52v 13 »wie dies mir τὰ μακρὰ ὑποσπείρων«
jako i se mi daljnyja podsěja S 14 Aristot. τῶν περιττωμάτων (oder
ἀποκάθαρμά ἐστιν) ἡ χολή 21 Aristot. τῆς ὑπαρχούσης ἐν αὐτοῖς (τοῖς καρποῖς
ὑγρασίας συνεψομένης ὁπότε τοῦ ἡλίου καὶ τῆς τοῦ ἀέρος θερμότητος, ἕκαστοι
ἀπολαμβάνουσι τὰς ἀπὸ τῶν φυτῶν χρόας . . διὸ κατὰ μικρὸν χρώζονται, καὶ
μάλιστα αἰτῶν τὰ πρὸς τὸν ἥλιον ἐστραμμένα καὶ τὴν ἀλέαν 23 »werdend«:
»wehend« S 24 »d. Speise« S 53</note>

<pb n="233"/>
und einfach in uns gebracht worden, in verschiedene Gestalten:
bald in weiß, d. h. Schleim und Same und Milch, bald wieder in scharschwarze
Galle und Leber und Milz.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="13"><p> Denn von ihrer Feuchtigkeit <lb n="5"/> nähren sich die Adern, nämlich durch das Saftige (»Schleimige«), von
anderem aber wieder das Fleischige, nämlich vom Blutigen, von anderem 
aber das Markige, nämlich vom Schleimigen.</p></div></div></div></div></body></text></TEI>