<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:py="http://codespeak.net/lxml/objectify/pytype" py:pytype="TREE"><text><body><div type="edition" n="urn:cts:greekLit:tlg2959.tlg003.opp-ger1" xml:lang="deu"><div type="textpart" subtype="book" n="1"><div type="textpart" subtype="chapter" n="8"><div type="textpart" subtype="section" n="2"><p> Schämet ihr euch nicht, als ob Gott hochschätze, was wie nichts ist gegenüber der genzen Schöpfung; nicht
<lb n="5"/> wissend, daß, wenn jene vergehen, die Leiber nicht bleiben können.
</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="3"><p>Denn wenn wahrhaft die Worte Christi und der Propheten, — da Christus lehrt, daß Himmel und Erde vergehen werden, die Propheten
aber, daß die Erde vergehe, müssen auch die Leiber mit vergehen mit
den Elementen, von welchen sie gebildet worden sind. —</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="4"><p>Denn höre <lb n="10"/> den prophetischen Geist rufend: »Schauet zum Himmel nach oben, und
schauet auf die Erde hinunter. Denn der Himmel ist wie Rauch
gefestigt und die Erde wird altern wie ein Kleid. Die Bewohner aber
werden vergehen wie sie«; indem »die Gestalt dieser Welt vergeht« nach
dem Apostel Paulus, d. h. durch das Vergenhen der ganzen leiblichen
<lb n="15"/> Natur, damit alles von Natur Geistige — während alle Materie abwärts 
zieht — fleischlos geworden zur Vollendung der Heiligkeit gelange.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="5"><p>Wenn aber jemand &lt;sagt&gt;, daß, während Himmel und Erde und die ganze Schöpfung, wie ich gesagt, vergehen, die Leiber der
Menschen nicht vergehen, der ist schuldig unvernünftiger Lästerung.
<lb n="20"/> Sage: Kann, während die Quelle vergeht, der Fluß sein und in das
Flußbett fließen?</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="6"><p> Auch anders kann der Leib nicht unter den Leiblosen weilen, wie nicht Wachs im Feuer, denn er vergeht, zerschmolzen durch
die reinste wesenhafte Substanz.</p></div></div></div></div></body></text></TEI>