<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:py="http://codespeak.net/lxml/objectify/pytype" py:pytype="TREE"><text><body><div type="edition" n="urn:cts:greekLit:tlg2959.tlg003.opp-ger1" xml:lang="deu"><div type="textpart" subtype="book" n="1"><div type="textpart" subtype="chapter" n="5"><div type="textpart" subtype="section" n="5"><p> Daher bekennt er auch, daß es der Seele zum Tode und zum Verderben werden; er dürstet aber, schnell von ihm frei zu
werden, sprechend: »Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen von
<lb n="5"/> dem Leibe des Todes«.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="6"><p>— So ist eine gewisse Folter(kammer) und ein Gefängnis der Leib wegen der Übertretung, [denn] indem Gott uns in
ihn hineingesetzt hat, damit wir eine sehr schmerzliche Strafe des Ungehorsams
empfingen.</p></div></div><div type="textpart" subtype="chapter" n="6"><div type="textpart" subtype="section" n="1"><p>Auch &lt;ist&gt; zu erforschen, ob nicht das in den Psalmen Gesagte:
<lb n="10"/> »Du hast uns geprüft, o Gott, hast uns durch Feuer geläutert,
wir Silber durch Feuer geläutert wird; hast uns geführt in die Schlinge,
hast Leiden auf unser Haupt gelegt; wir sind geganen durch Feuer
und Wasser, und du hast uns herausgeführt zur Ruhe«, von den Seelen
gesagt worden, welche in den Leib gesetzt worden, nämlich wie in eine
<lb n="15"/> Schlinge und in eine gewisse Pein, damit die über ihn Siegreichen
Ehre empfangen im Paradies, nachdem sie auferstanden.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="2"><p> Aber ihr nun sagt durch Unwissenheit, daß auch nach der Lösung der Fesseln und
nachdem der Mensch befreit worden von der Strafe und zur Ruhe
von hier geganen, wiederum die Seele das Joch nehme, damit auch
<lb n="20"/> im Reich des Lichts wir ewig Gebundene der Verweslichkeit seien;
</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="3"><p>immer tragend diesen zusammengesetzten Ton, außen zum Trug mit Schönheit ausgeschmückt, inwendig aber angefüllt mit Würmern und
Maden und Gestank, den schweren und mit sich die Richtung der Seelen
<note type="footnote">1 vgl. Röm. 8, 7 — 4 Röm. 7, 24 — 5 vgl. De res. I, 30, 4. 57, 7 —
7 vgl. De res. I, 29, 1. 57, 7 — 10 Psal. 66, 10—12 — 13 De res. I, 54, 8 —
18 vgl. Röm. 8, 21 — 20 vgl. De res. I, 32, 7 (Dial. Adam. V, 21) — 21 vgl.
Mt. 23, 27 — 23 vgl. Weish. Sal. 9, 15
5 30, 4 δεσμὸν αὐτὸ (τὸ σῶμα) καὶ φυλακὴν καὶ σῆμα καὶ ἄχθος καὶ πέδας
εἶναι ἔφης. 57, 7 τὸ σῶμα βασανιστήριον καὶ πέδας ψυχῆς 6 29, 1 εἰς ἃ
ἐνεῖρχθαι συνέβη τὰς ψυχάς, δίκην ὅπως ὧν ἔδρασαν νεκροφοροῦσαι παράσχωσιν.
57, 7 (τὴν ψυχὴν) ἁμαρτήσασαν ὡς εἰς κατάκρισιν καὶ καταδίκην εἰς τὸ σῶμα
ἐμβιβάζεσθαι 9 »ist . . ob nicht« estj eda ne: »wann aber« egda no S
11 »Feuer« S 49 14 54, 8 ταῦτα δὲ ὑπὸ τῶν ψυχῶν εἴρηται τῶν εἰς τὴν παγίδα
τὸ σῶμα ὡς εἰς ἀγώνισμα κατενεχθεισῶν 15»Pein«: ἀγώνισμα Ι, 54, 8
19 32, 7 ἵνα μὴ αἰώνιοι γενώμεθα κατάκριτοι δεσμῶται . . φθορᾶς, ἐν τῇ
βασιλείᾳ τοῦ φωτὸς ἐσόμενοι, vgl. Dial. Adam. S. 216, 9 Bh ἵνα πάντοτε ἐν
δεσμοῖς ἐξετάζηται ἡ ψυχή 22 »ausgeschmückt«; wohl πεποικιλμένον wie
c. 27, 3</note>

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auf die Lüste ziehenden, auch den Geist des Vielbeschwerten abwärts
drängend, verbrennend durch die Lüste den geistigen Flügel der Vernunft,
nicht gestattend dem geist &lt;und&gt; der Seele den Baum des Lebens
zu schauen, dem Dreisten (Frevelhaften) und Traurigen und Zornigen
<lb n="5"/> Substanz seiend und Quelle.</p></div></div></div></div></body></text></TEI>