<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:py="http://codespeak.net/lxml/objectify/pytype" py:pytype="TREE"><text><body><div type="edition" n="urn:cts:greekLit:tlg2959.tlg003.opp-ger1" xml:lang="deu"><div type="textpart" subtype="book" n="1"><div type="textpart" subtype="chapter" n="4"><div type="textpart" subtype="section" n="4"><p>— Und der Prophet Jeremia aber sagt in den Klageliedern, Fesseln nannte er &lt;sie&gt;, Gebundene der Erde die Menschen
deshalb nennend; und David »Debundene«, indem Gott uns gebunden
<lb n="15"/> wegen der Übertretung Adams mit Fesseln von Erdenstaub, damit wir,
mit viel Arbeit von der Erde Speise empfangend, nicht unser Haupt
erheben, zu sehen die Frucht des Lebens.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="5"><p> Denn er spricht: »Und nun, damit er nicht die Hände ausstrecke und nehme von dem Baum des
<note type="footnote">1 Gen. 3,21; vgl. De res. I, 29, 1 — 6 Plato Krat. 400 BC. Epiph. ad Ioann.,
Hier. epist. 51, 4,4 S. 401 Hilberg — 9 Orig. bei Epiph. Ad Ioann. 51, 5, 2
S. 403; Epiph. haer. 64, 63. II 668, 30ff Dd; Theodoret In Gen. II, c. 26 PGr 80, 140;
Prokopo. zu Gen. 3, 21 PGr 87, 1, 220 — 12 Klagel. Jerem. 3, 34. De res. I, 30, 1. 
33,2 — 4 Psal. 145, 7 — 15 vgl. Gen. 3,19 — 17 Gen. 3,22ff
4 δίκην ὅπως . . παράσχωσιν 29,1 6 Pl σῆμά τινές φασιν αὐτὸ εἶναι τῆς
ψυχῆς, ὡς τεθαμμένης ἐν τῷ νῦν παρόντι . . ὡς δίκην διδούσης τῆς ψυχῆς | Epiph.
nunc corpus hoc ob id iuxta Graecos δέμας . . sive cadaver dici; a plerisque
autem . . corpus σῆμα . . interpretari, eo quod ita animam in se clausam habeat
quomodo sepulchra . . cadavera mortuorum 7 »verurteilt« S 47 9 Orig. bei epiph.
haer. 64 μή ἄρα βυρσοδέψης ἦν ὁ θεός, ἵνα χιτῶνας δερματίνους . . ποιήσῃ, μηδέπω
ζῴων τεθυμένων; . . οὐκ ἦσαν, φησί, χιτῶνες δερμάτινοι, ἀλλὰ τὸ γήινον ὃ περικείμεθα
σῶμα. Ad Ioann. numquid coriarius aut scordiscarius erat Deus, ut conficeret 
pelles animalium et consueret ex eis tunicas pellicias Adam et Evae. Orig.
bei Thoed. In Gen. II c. 26 σφόδρα μὲν οὖν ἠλίθιον καὶ . . ἀνάξιον τοῦ θεοῦ τὸ
οἴεσθαι ζῴων τινῶν περιελόντα δέρματα τὸν θεὸν ἀναιρεθέντων . . πεποιηκέναι
σχήματα χιτώνων, καταρράψαντα δέρματα δέκην σκυτοτόμου. Prokop. ἆρα μὴ βόας
ἢ πρόβατα ἔθυε καὶ βυρσέως ἀπετέλεσε τέχνωην; 11 »Klleider«: »Leiber« S | 30,1
καὶ ὁ προφήτης δεσμίους ἡμᾶς γῆς ἔφη διὰ τοῦτο, καὶ ὁ Λαυὶδ πεπεδημένους
18 »d. Hände«: τὴν χεῖρα LXX</note>

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und lebe in Ewigkeit. Und es schickte sie der Herr hinaus aus dem
Paradies der Wonne, zu bearbeiten die Erde, von welcher er genacht
worden. Und er schickte Adam heraus«.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="6"><p>Denn viel Mühsal macht das fleisch der Speise wegen. Denn alle Kriege und Kámpfe geschehen wegen
<lb n="5"/> des Besitzes; wegen des Besitzes werden wir genötigt zu sammeln, ihm (dem
Leib) dienend und übereinstimmend mit den Begierden, indem er uns erfüllt
mit Liebe und Begierdee und Krankheit und Furcht und anderen bösen
Dingen, welche der Seele nicht erlauben, nach dem Guten zu trachten,
und indem sie ihr nicht erlauben, daß von ihr etwas von dem Unvergänglichen
<lb n="10"/> und Guten erkannt werde.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="7"><p> Denn wenn wir auch unternehmen, irgendein Gutes tun wollend, so macht er verwirrt und confus
und den Sinn verfinsternd, er, der nicht gestattet, deutlich zu sehen
das Seiende, wie der Tintenfisch, ein Meerfisch, welcher schwarzes Wasser
ausspeit.</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="8"><p> Und in Wahrheit, wenn nicht die Seele zuvor frei wird, niemand <lb n="15"/> . .; denn wie aus Fesseln freigelassen, so wird sie tüchtig, zu sehen und
zu fassen das Seiende.</p></div></div></div></div></body></text></TEI>