<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:py="http://codespeak.net/lxml/objectify/pytype" py:pytype="TREE"><text><body><div type="edition" n="urn:cts:greekLit:tlg2959.tlg002.opp-grc1" xml:lang="grc"><div type="textpart" subtype="chapter" n="18"><div type="textpart" subtype="section" n="6"><p>Wie wir nun einen Arzt nicht tadeln, welcher angesagt, auf welche <lb n="15"/> Weise ein Mensch gesund sein könne, wenn auch vielmhr der
Feind früher nicht wußte, auf welche Weise möglich sei, jenem
Schaden zu tun, sondern von der Mahnung des Arztes es lernte. Denn
nicht gebührte es dem Kundigen, das Geeignete (συμφέρον?) zu ver- 
<note type="footnote">S Ezn
1 »von einer todbringenden Frucht« Ezn und + »da legte er diese
dem Menschen vor« 1f »wie mir scheint — zu sterben schien« (»und —
nehmen« Z. 4f auch bei Ezn) Z. 5: »nicht als ob sie schädlich gewesen
wäre für die Nahrung des Menschen oder von Natur eine todbringende
Pflanze« richtig Ezn 6 »des Todes« S 26 7 »als der — verboten«:
»wie einem Verbrecher, welcher den Befehl des Befehlgebers übertritt, der
ihm aufgetragen wurde« Ezn | »Er«: »der Feind« Ezn 8f »noch nicht w., w.
i. B. ist«: »Denn nicht etwa mit Gewißheit wußte er, daß er dadurch etwas
ihm Schädliches tun könnte, sondern im Zweifel und im Unklaren sich annähernd,
ob es gelingen werde oder nicht gelingen werde« Ezn 10 »und den — Empfangenden«
Z. 11 und (Z. 11f) »wie das Böse — Drohung Gottes« Z. 13: »daß seine
Gebote ihm den tod bewirkten und daß mit Recht er und der Mensch bestraft
worden seien, welchen er zum Ungehorsam verleitet hatte, zu kosten von dem
Baum, welcher nicht von Natur todbringend war, sondern erst durch die Androhungen 
Gottes die Ursache solcher Dinge geworden ist« Ezn 11f vielleicht
»nicht aus einer früheren . . erkannte er da, wie das Böse ist« 15 »wenn
auch — lernte« Z. 17: »während dieser, die Befehle des Arztes beiseite lassend,
dem Feinde folgte, welcher ihm schädliche Ratschläge gab, wodurch die Ursache
des Schadens nicht vom Arzte, welcher ihm schon vorher es vorausgesagt hat,
zu verstehen ist, sondern vom Feind, welcher vom Gebote des Arztes das ihm
Schädliche erfand« Ezn 17f »Denn nicht — gestehend S. 193, 7 &lt; Ezn</note>

<pb n="193"/>
bergen, denn ohne zu wissen hätte juner auch dies vielleicht gegeben,
was er der Weisung des Arztes entnahm, und wäre schuldig des von
hier etwas Böses Empfangens, obschon alsdann nicht wissend, daß
jener Leiden empfängt, so daß er nicht Strafe empfangen wird; und
<lb n="5"/> dem Feinde zwar wäre der Anschlag zugetroffen, das Gericht aber
konnte er nicht empfangen wegen unvernünftiger Feindschaft, nicht
</p></div><div type="textpart" subtype="section" n="7"><p>wenn auch durchaus der Teufel feind der Menschen geworden war,
er noch nicht Kenntnis des Bösen hatte, sondern aus dem Gebot (es)
<lb n="10"/> erkannte, als Gott bedräute, dem Menschen kung tuend, daß er,
wenn er gegen seinen Willen von dem Baum essen werde, den
Tod haben werde als Strafe. Denn wenn er nicht dem Menschen
zuvor kung getan, daß er noch nicht will, daß er esse vom Baum, so
hätte er vielleicht ganz unwissend gegessen und hätte ein Ende gehabt
<lb n="15"/> auch des Lebens, sei es wie noch nicht imstande zu ertragen die Frucht
des Baumes — wie auch nicht ein Kind, noch mit Milch genährt, feste
Speise empfangen kann — sei es wieder gegen den Willen Gottes vom
Baum genommen habend; und wären zwar die Anschläge der Schlange
<note type="footnote">11 Gen. 2, 17 — 16 Theoph. Ad Autol. II, 25. Iren. Adv. haer. IV, 38, 1
S Ezn — 16 vgl. Prokop. PGr 87, 1 S. 164 B. Greg. Naz. Or. 38, 12
3 »obschon« ižde: »welcher« iže HSS 7 »Auf die« S 26v 10 »als Gott
— kund tuend«: »wollte er dem Menschen schaden« Ezn 12 »er«: »Gott« Ezn
14 »und hätte — Baumes« Z. 16: »so wäre ihm die Todesstrafe nicht zuteil geworden;
weil er aus Unkenntnis gegessen hätte oder aus Unenthaltsamkeit von
der Speise des Baumes, so wäre er keiner Strafe schuldig gewesen« Ezn 16 »wie
auch — kann« Z. 17: »Denn auch ein Säugling, welcher nach einer andern Speise
verlangt, ist nicht strafbar, sondern bemitleidenswert, weil er beim Mangel an
Milch sich hierzu verleiten ließ« Ezn | Prok.: ὁ δὲ Ἀδὰμ νήπιος ἦν· στερεὰ γὰρ
τροφὴ τοῖς νεωστὶ τεχθεῖσιν ἀνάρμοστος. Theoph. S. 125 καὶ γὰρ νῦν ἐπὰν γενηθῇ
παιδίον, οὐκ ἤδη δύναται ἄρτον ἐσθίειν, ἀλλὰ πρῶτον γάλακτι ἀνατρέφεται, ἔπειτα
κατὰ πρόβασιν τῆς ἡλικίας καὶ ἐπὶ τὴν στερεὰν τροφὴν ἔρχεται. οὕτως ἂν γεγόνει
καὶ τῷ Ἀδάμ. Iren. sicut infans solidum cibum adhuc accipere non potest,
erat ὁ ἄνθρωπος ἀδύνατος λαβεῖν αὐτὸ (scil. τὸ τέλειον)· νήπιος γὰρ ἦν. Greg.
or. 38, 12 τὸ ξύλον τῆς γνώσεως . . καλὸν μὲν εὐκαίρως μεταλαμβανόμενον . . 
οὐ καλὸν δὲ τοῖς ἁπλουστέροις ἔτι . . , ὥσπερ οὐδὲ τροφὴ τελεία λυσιτελὴς τοῖς
ἁπαλοῖς ἔτι 17 »sei es — habend« Z. 18 &lt; Ezn 18 »und wären — würdig
ist« S. 194, 3: »Dagegen wurde die Schlange, welche der Satan ist, mit Recht bestraft,
wegen der unversöhnlichen Feinchaft, welche sie gegen den Menschen
hatte« Exn: mit S D r IV, 11 non est iusti iudicii ex praescientia damnari aliquid
quod re et opere non sit admissum</note>

<pb n="194"/>
in Exfüllung gegangen, nicht aber schiene sie nach Billigkeit Gericht
zu empfangen wegen unvernünftiger Feindschaft gegen den Menschen,
da sie, keinerlei Tat gewagt habend, &lt;nicht&gt; klar der Strafe würdig wäre.</p></div></div></div></body></text></TEI>