<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:py="http://codespeak.net/lxml/objectify/pytype" py:pytype="TREE"><text><body><div type="edition" xml:lang="deu" n="urn:cts:greekLit:tlg2018.tlg010.1st1K-ger1"><div type="textpart" subtype="book" n="1"><div type="textpart" subtype="chapter" n="43"><p>So also füllte der göttliche Logos, der
<lb n="5"/> Schöpfer des Alls, alle Orte und alle Plätze oberhalb der Welt und im
Himmel und dasz στοιχεῖον der Erde mit seimen Samen geistiger und
vernünftiger οὐσία. Der auf die Erde fallends Same aber der geistigen
und vernünftigen Pflanze war das Wissen des Menschen, das jetzt in 
vielem Schilf und Gras des irdischen und vergänglichen Fleisches eingeschlossen 
<lb n="10"/> ist, und das viele <corr resp="#editor">Dornen</corr> des sterblichen Lebens umgeben.
Wenn ihm aber zuverlässige Pflege zu teil wird und <supplied reason="undefined" resp="#editor">wenn</supplied> er von der
ὕλη, die ihn schädigt, gerinigt wird und den Säemann, den oberhalb
des Himmels <supplied reason="undefined" resp="#editor">waltenden</supplied> Logos, kennen lernt und ihn fortan preist und
wie ein Kind über seine erste Lehre nachsinnt und zu rechter Zeit die
<lb n="15"/> Ähren seiner Vorzüglichkeit und die vollendete Frucht seiner vernünftigen
Natur sprossen läßt, <supplied reason="undefined" resp="#editor">dann</supplied> wird er nach Art der Erntezeit eben
im Tode des sterblichen Lebens die überflüssigen <supplied reason="undefined" resp="#editor">Dinge</supplied> des äußeren
Schilfes und das irdische und vergängliche Gewand des Leibes ablegen,
die er jetzt schön zum Gebrauche des <corr resp="#editor">Sprossens</corr> der vollendeten Frucht
<lb n="20"/> benutzt hat. Wenn er diesen <supplied reason="undefined" resp="#editor">Leib</supplied> zu rechter Zeit schön ausgezogen
hat, so <corr resp="#editor">wird</corr> er wie einer, der vorzüglich geworden ist und die Kräfte
seiner Vorzüglichkeit gesammelt hat, die <supplied reason="undefined" resp="#editor">ihm</supplied> im Schat͌ hause des Guten
aufbewahrt sind, vollendet mit Vollendeten leben. Ihm aber, dem Säemann
des Alls und dem Pfleger, läßt er die vollkommene Frucht des
<lb n="25"/> gottgeziemenden Lobes sprossen, deswegen weil er ihn allein, seinen <milestone unit="altnumbering" n="21"/>
Vater, König nnd Herrn in diesem Leben erkannt und ihn allein, Gott
seinen Werkmeister und Schöper, in den ihm verwandten und verschwisterten
<supplied reason="undefined" resp="#editor">geistigen Dingen</supplied> bekannt hat, so daß er ihn auch an dem
<supplied reason="undefined" resp="#editor">himmlischen</supplied> Ort des Verkehres der Besseren preist und ehrt mit der
<lb n="30"/> ihm zukommenden und gebührenden Ehre. Nicht aber nennt er Gott
irgend etwas anderes, das nicht wert ist, Gott genannt zu warden,
<note type="footnote">22 vgl. Syr. Baruch 1412</note>
<note type="footnote">10 „Sterne“ Σ lies (<foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign>) 19 Statt (ΑΒΒREV) lies (<foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign>) Bernstein
21 Statt (<foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign>) „er hat gelebt“ lies (<foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign>) 22 kann man verstehen:
„so wird er . . . . . im Schatzhause des Guten als Vollendeter aufbewahrt, der
mit Vollendeten gelebt hat“. Aber vgl. den Sprachgebrauch des Eusebius
θεὸς . . . . τοῖς εὐσεβείας ἐρασταῖς ἀγαθὰ παρ’ ἑαυτῷ ταμιευςάμενος Heikel 8 29,
περὶ . . . τῶν τε τοῖς θεοφιλέσι παρ’ αὐτῷ θεῷ τεταμιευμένων ἐγαθῶν
Heikel 140 12</note>

<pb n="v.3.pt.2.p.61"/>
sondern ihn allein, über den alles Zeugnis ablegt, ihn, den die ganze
sichtbare und  unsichtbare Schöpfung Gott nennt und verehrt als den,
der allein die Ursache des Alls ist.</p></div></div></div></body></text></TEI>