<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:py="http://codespeak.net/lxml/objectify/pytype" py:pytype="TREE"><text><body><div type="edition" xml:lang="deu" n="urn:cts:greekLit:tlg2018.tlg010.1st1K-ger1"><div type="textpart" subtype="book" n="1"><div type="textpart" subtype="chapter" n="42"><p>Wie also sollte überdies nur das στοιχεῖον der Erde
der Versorgung durchweg ermangeln und die <supplied reason="undefined" resp="#editor">irdische</supplied> Natur, die alle
diese Früchte hervorgebracht hat, vereinzelt dem Lobe fernstehen und <lb n="10"/>
die alle Früchte tragende Wohnstatt auf Erden der vernünftigen Lebewesen
entbehren? Aber nicht schien dies gut zu sein dem allweisen
Schöpfer des Alls, weswegen er auch diesen Platz auf Erden mit
geistigen und vernünftigen οὐσίαι besäte und zu ihrem Gebrauche die
übrigen Lebewesen und die Erzeugnisse der Früchte und Blumen bereitete <lb n="15"/>
und auch hier dem Vater das Lob von den Menschen zu dem
von den Scharen des Alls hinzufügte. Dies wurde so vor Zeiten vollendet,
daß mit den göttlichen und vern ünftigen Scharen und den Reihen
der Engel der Mensch, der nach dem Bilde Gottes wurde, den Logos,
seinen Vater, mit Hymnen und Lobpreisen ehrte. Sein Denken ging <lb n="20"/>
nicht ire in der Herstellung seelenloser Götzen noch in trügerischen
<supplied reason="undefined" resp="#editor">und</supplied> dämonischen Halluzinationen, noch in den irrigen Mythen der Polytheisten.
<milestone unit="altnumbering" n="20"/> Denn diese <supplied reason="undefined" resp="#editor">Dinge</supplied> sind erst nach <supplied reason="undefined" resp="#editor">einiger</supplied> Zeit neu entdeckt
worden durch das Poetengefasel. Jene ersten alten Häupter unseres Geschlechts
aber, die die Künste noch nicht gelernt hatten: Malerei, Tischlerei, <lb n="25"/>
Schnitzarbeit und <supplied reason="undefined" resp="#editor">noch</supplied> nicht die letzte: die Schmiedekunst zu bösen
Werken benutzten, riefen in der Einfalt ihrer Seele und in ihrem natürlichen
Denken den Schöpfer der ganzen Welt und ihren Herrn an und
bekannten allein ihn, den Herrn und Gott des Alls in der Lehre ihres
Geistes. Demgemäß handelte unser Stammeshaupt und <supplied reason="undefined" resp="#editor">ebenso</supplied> auch das <lb n="30"/>
einst Gott liebende Geschlecht der Hebräer, das wie ein Sohn von
seinem Vater das gute Erbe frommer Lebensführung empfing. <corr resp="#editor">Die</corr>
aber ehrten nichts, abgesehen von dem Einen über allem <supplied reason="undefined" resp="#editor">stehenden</supplied>
<note type="footnote">4—6 = Laus 1988—10 6—8= Laus 198 13—14 19 vgl. Gen 1 27
25 vgl. Praep. I 9 13 äth. Hen. 8 1 69 6 ovid. Metam. I 89 ff.</note>
<note type="footnote">5 μακρῶν αἰώνων κύκλοις δολιχὸν ἐξανύοντες δρόμον αἰθερίων σταδίων δϋππεύουσιν
ἁγῶνας L. Statt ἀγῶνας las Σ vermutlich ἄθλους und verstand: „in den
Stadien des Äthers und bringen ihm eilend Kränze“. Aber das <foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign> lies vor
<foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign> statt vor <foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign> 32 1. <foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign></note>

<pb n="v.3.pt.2.p.60"/>
Gottkönig und seinem Logos, dem Erlöser des Alls, mit keuschem
Lebenswandel und frommer Lebensführung. Deswegen waren sie der
Offenbarung des göttlichen Logos, der Prophetie und der Lehre der
Gerechtigkeit würdig.</p></div></div></div></body></text></TEI>