<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:py="http://codespeak.net/lxml/objectify/pytype" py:pytype="TREE"><text><body><div type="edition" xml:lang="deu" n="urn:cts:greekLit:tlg2018.tlg010.1st1K-ger1"><div type="textpart" subtype="book" n="1"><div type="textpart" subtype="chapter" n="37"><p>Eben dies also das aus ὕλη und Körpern gemacht
Ist, das wir sinnliche Welt zu nennen gewohnt sind, und das aus
Himmel und Erde Und dem, was darin ist, besteht, — mag verglichen
<lb n="15"/> werden einer königlichen Stadt, in der Myriaden Bürger leben in der
Teils königliche Paläste abgesondert sind: <corr resp="#editor">die</corr> königlichen Gemächer
Im Innern, in welche die moisten nicht eingehen noch sie betreten,
Teils äußere <supplied reason="undefined" resp="#editor">Häuser</supplied> als Plätze für die Leibwächter, teils wiederum
<supplied reason="undefined" resp="#editor">solche</supplied> in der Ferne und vom Hof getrennt, den Geringen und Massen
<lb n="20"/> überlassen. Zahlreich sind die Plätze im Himmel und zalreich die
Unterhalb derselben: im Äther und in der Luft über der Erde, während
Der Wohnitz auf Erden für die, welche auf ihr wandeln, weit ist, er, der <milestone unit="altnumbering" n="15"/>
Uns allen bekannt ist. <corr resp="#editor">Diejenigen</corr> aber, die jenseits des Himmels <supplied reason="undefined" resp="#editor">wohnen</supplied>,
Sind hoher als alles Denken sie, <corr resp="#editor">die</corr> ebenfalls drinnen im göttlichen
<lb n="25"/> Königspalast <corr resp="#editor">abgesondert</corr> sind, um den König des Alls kreisen, neben
Seinem göttlichen Logos tanzen, aus den Strahlen, die von ihm <supplied reason="undefined" resp="#editor">ausgehen</supplied>,
Wie aus unversieglichen Lichtquellen schöpfen, erleuchtet sind
Und voller Licht bestehen. Alle Lichter und Scharen und Reihen unkörperlichen
Lichtes, die die Plaätze jenseits des Himmels inne haben,
<lb n="30"/> <corr resp="#editor">ehren</corr> Gott, den König des Alls, mit den höchsten, Gott geziemenden
Lobliedern. In der Mitte aber ist dem großen Himmel <supplied reason="undefined" resp="#editor">um</supplied> geworfen
Ein zyanenfarbiger Vorhang, der die außerhalb der königlichen Paläste
<note type="footnote">3 stoisch? vgl. Praep. XIII 13 27 14 vgl. Praep. XV 15 3 ff. (Arius Didymus)
26 „aus den Strahlen“ — S. 55, 6 = Laus 196 26 – 197 6</note>
<note type="footnote">3 1. <foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign> mit HS 16 „und die“ str. <foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign> 23. 24 1. <foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign> 25 1.
<foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign> 30  „und ehren“ str. <foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign>  32 „der außerhalb der königlichen
Paläste fernhält und die Leibwächter um diesen kreisen“ Σ, aber lies das
<foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign> vor <foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign> <foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign> statt vor <foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign> <foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign> Vgl. τοὺς ἐκτὸς τῶν εἴσω βασιλικῶν
Οἴκων διεῖργον L + δορυφόρους Σ</note>

<pb n="v.3.pt.2.p.55"/>
<supplied reason="undefined" resp="#editor">befindlichen</supplied> leibwächter fernhält. Um diesen kreisen, gleichsam auberhalb
der Tore, Fackeln tragend Sonne und Mond und die lichtbekleideten 
<supplied reason="undefined" resp="#editor">Gestirne</supplied> am Himmel, ehren den jenseits des Alls <supplied reason="undefined" resp="#editor">waltenden</supplied>
König des Alls und zünden auf seinen Wink und auf sein Wort denen,die den finstern Ort außerhalb des Himmels erlanght haben, die unverlöschlichen <lb n="5"/>
Lichtfackeln an. Eben diesen <supplied reason="undefined" resp="#editor">finstern Ort</supplied> haben die
den leiblichen Augen unsichtbaren Kräfte der Luft <supplied reason="undefined" resp="#editor">die Dämonen</supplied>
erlangt und <supplied reason="undefined" resp="#editor">ebenso</supplied> die irdischen Lebewesen, unter anderen auch der
Mensch, das Haupt aller, dessen Geschlecht keineswegs der verständigen
und vernÿnftigen, unsichtbaren οὐσία fremd ist. Dieser eben wurde <lb n="10"/>
geschaffen, um die Gottheit, die die Ursache des Alls ist, und ihr Reic 
auf Erden zu preisen. Gleichwie aber auf Erden Ein und dasselbe Menschengeschlecht
 sich über den ganzen Erdkreis erstreckt und Myriaden Völker
auf Erden zu preisen. Gleichwie aber auf Erden Ein und dasselber menschengeschlecht
sich über den ganzen Erdkreis erstreckt und Myriaden Völker
aus ihm entstanden sind und <supplied reason="undefined" resp="#editor">wie</supplied> allerlei Lebensarten und mannigfache
Moden <supplied reason="undefined" resp="#editor">σχήματα</supplied>,  Gewohnheiten und Sitten keineswegs nur der  Barbaren <lb n="15"/>
und Wilden, sondern auch der friendfertigen, wohlanständigen und
weisen Menschen <supplied reason="undefined" resp="#editor">vorhanden sind</supplied>, und <supplied reason="undefined" resp="#editor">wie</supplied> unter ihnen sklaven und
Freie, Arme und Reiche existieren und solche, die selbst in ihrer 
<supplied reason="undefined" resp="#editor">Haut</supplied> farbe variieren, wie <supplied reason="undefined" resp="#editor">ferner</supplied> die Skythen <corr resp="#editor">diejenigen</corr> <supplied reason="undefined" resp="#editor">sind</supplied>, die
<supplied reason="undefined" resp="#editor">das Los</supplied> erlangt haben, außerhalb im Norden zu wohnen, die Inder, <lb n="20"/>
die im Sonnenaufgang, die Kuschiten, die im Sonnenuntergang, und die
Griechen und andere, denen es zu teil geworden ist, in der Mitte der
<supplied reason="undefined" resp="#editor">welt</supplied> enden zu wohnen, und <supplied reason="undefined" resp="#editor">wie</supplied> ferner unter diesen allen die einen
über Teile der Völker herrschen, die anderen aber das Unterwerfen
vollenden, und <supplied reason="undefined" resp="#editor">wie</supplied> beim Grobkönig aller <supplied reason="undefined" resp="#editor">diese Nationen</supplied> einige 25
<milestone unit="altnumbering" n="16"/> <supplied reason="undefined" resp="#editor">sind, die</supplied> als Freunde geachtet warden, andere, die zu vielen Würden
emporsteigen, andere, die wegen ihrer vorzüglichen Taten geehrt warden,
andere, die den Rang der Sklaven ausfüllen, andere, die Lanzen
tragen und mit Schilden sich umgürten, und ferner solche, die in
Städten στρατηγοί sind, und solche, die die Funktionen der Stadtmagistrate <lb n="30"/>
verrichten, <supplied reason="undefined" resp="#editor">wie endlich</supplied> den einen die Lose der Plebs
bescheert  sind, die anderen aber für Feinde und Bösewichter erachtet
warden, — so sind dennoch aber alle Menschen und ist
Eines das gemeinsame Geschlecht aller. Über ihnen allen giebt es
Einen König, eine einzigartige Macht, die mit eigner, allerhöchster <lb n="35"/>
Machtvollkommenheit bekleidet ist. Diesem entspricht das königliche
Gesetz und Wort und von oben schreibt es allein der Vater und Gesetz-
<note type="footnote">8 „und andere und“ Σ =τά τε ἄλλα καί 19 „die selbst in ihrer <supplied reason="undefined" resp="#editor">Haut</supplied>farbe 
variieren wie die Skythen, und diejenigen, die“Σ. Aber das <foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign> vor <foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign>
gehört vor <foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign> 1. <foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign></note>

<pb n="v.3.pt.2.p.56"/>
geber als Großkönig vor. E saber läuft nach unten durch alle Herrscher
und Untertanen und macht Einem königlichen Joch das ganze ihm
unterstellte Geschlecht untertan und läßt die einen zur Ehre nach oben
steigne, den andern aber vergilt er, wie sie es verdienen.</p></div></div></div></body></text></TEI>