Denn auch im Menschen ist Eine Seele und Eine vernünftige Kraft, und sie ist zugleich die Fertigerin der vielen Künste , wenn eben dieselbe, um das Land zu bearbeiten, Schiffe herzustellen und sie zu lenken und um zu bauen, viele Dinge lernt und tut; und Ein Verstand und Eine Überlegung im Menschen empfängt bisweilen Myriaden Lehren, und eben derselbe mibt das Land, beobachte den Lauf der Sterne, überliefert Worte der Grammatik und der Rhetoren , wird ein Führer der Heilkunde in Lehren und in Werken der Hände, und bis jetzt hat noch niemals jemand geglaubt, dab es vieles Seelen in Einem Leibe gebe, 8 vgl. De Xenophane, Zen. Gorg. c. 3; Dem. IV 31 ff. 21 vgl. Hebr 1 3 25–S. 53, 14 = Laus 233 24–235 12 Dem. IV 5 9–12 14 „macht unnütz“] wörtlich „schleppt zum Unnützen “Σ 25 „Denn“] wörtlicher „weil“ Σ, an das Vorige angeschlossen 28 l. ABBREV mit HS 29 „und viele“ str. ABBREV 30 „und empfängt“ str. ABBREV 32 l. ABBREV lee noch auch mit Verwunderung erwartet, da? es viele ο?σ?αι im Menschen gebe wegen des Empfanges vieler Lehren. Wenn aber jemand eine gestaltlose Scholle Lehm findet, sie dann mit seinen Handen knetet und ihr die Gestalt eines Lebewesens gibt, und durch die Eine Form einen Kopf, durch die andere Hande und Fu?e, durch eine andere ferner die Augen und die Wangen ebenso und die Ohren und den Mund und Nase, Brust und Rucken durch die Kunst der Plastik abbildet, so ist es dennoch keineswegs richtig, weil viele Formen, Teile und Glieder an Einem Leibe gschaffen sind, deshalb zu meinen, da? ebenso auch viele Schopfer seien, sondern Einen allein, den volligen Schopfer des Alls zu loben, der durch Eine Uberlegung und Eine Kraft das All hergestellt hat.