<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:py="http://codespeak.net/lxml/objectify/pytype" py:pytype="TREE"><text><body><div type="edition" xml:lang="deu" n="urn:cts:greekLit:tlg2018.tlg010.1st1K-ger1"><div type="textpart" subtype="book" n="1"><div type="textpart" subtype="chapter" n="27"><p>Viel schlechter als dieser aber ist jeder, der auch diese 
<note type="footnote">11—27= Laus 2324—19</note>
<note type="footnote">2 „höher als alles” Σ. (??) vermutlich Versehen für (??): ὁ τῶν ὅλων
ἐπέκεινα θεός L 8—11 ἐν ὕλῃ μὲν καὶ σωμάτων στοιχείοις διὰ παωτὸς 
ἐπιχωριάζοντα καὶ τὰ πάωτα ζωογονῦντα, τὸν αὐτὸν δὲ φῶς κτλ. L 17 
πολυθέων ἀωδρῶν παῖδες L 23 δαταδερματίσας L genauer „allmählich
schneiden” Σ, oder besser „einzeln abschneiden” 25 τάς τε τῶν 
αἰσθητηρίων δυνάμεις καταδιελὼν τῷ λόγῳ παμπόλλους λέγοι εἶναι 
ἀνθρώπους τὸν ἕνα L. Σ verbindet τῷ λόλῳ mit καταδιελὼν: „im 
Gedanken teilt”, dagegen vgl. Z. 29  29 „in viele Stücke schneidet” Σ
vgl. zu Z. 23</note>

<pb n="v.3.pt.2.p.49"/>
ganze gewordne Welt, sie ganz und gar zumal, die aus vielen Teilen
besteht, für Gott halt, ohne zu wissen, daß eine göttliche Natur niemals
aus Teilen besteht. Wenn sie aber zusammengesetzt ware, so bedüfte sie
auch eines anderen, der sie zusammensetzte, noch auch ware sie göttlich,
wenn sie vielteilig ware. wie denn? Sie sollte aus unähnlichen Unterschieden, <lb n="5"/>
aus Schlecherm und Besserem bestehen? Denn das Zasammengesetzte
ist auch auflösbar, und das Vielteilige ist mit Zwang unähnlich.
einfach und nicht zusammengesetzt. Das Zusammengesetzte aber ist
aus Unähnlichem zusammengesetzt. Das Unähnliche aber ist an sich <lb n="10"/>
<milestone unit="altnumbering" n="10"/> etwas Schlechteres gegenüber dem Besseren. Denn wenn es ganz gut
ware, so ware es gleich und ähnlich, und wenn es so ware, so ware es
durchweg und in jedem <supplied reason="undefined" resp="#editor">Teil</supplied> sich selbst gleich und ware daher von
<corr resp="#editor">eindfacher</corr> <supplied reason="undefined" resp="#editor">und</supplied> ungeteilter οὐσία. Aber keineswegs zeigt sich diese
Natur der sichtbaren Welt des Alls. Denn sie ist wahrnehmbar und beseht <lb n="15"/>
aus Myriaden Teilen und ist zusammengesetzt, sodaß sie eben in
Myriaden Teile sich wandelt, und so nimmt sie, da sie so ist, auch die
gegensätzliche Natur auf. Deswegen hat diese Welt teil an der sterblichen
zumal und unsterblichen, nernünftigen und unvernÿnftigen, kalten
und warmen, feuchten und trockenen οὐσία, von welch allem Gott frei <lb n="20"/>
ist. Denn wenn die Natur Gottes einfach, unteilbar und nicht zusammengestzt
ist, so ist sie jenseits und weit entfernt von aller Ordnung der
sichtbaren Welt. Deswegen hat der Herold der Wahrheit deutlich gerufen,
indem er spricht: Der Logos Gottes, der vor allem ist, its allein
der Erlöser aller Vernünftigen; Gott aber, der jenseits von allem ist, der <lb n="25"/>
<note type="footnote">1–6 = Laus 23219–24 21 „einfach“ — S. 51, 5 = Laus 23224–23324
23 vgl. Joh 11?</note>
<note type="footnote">3 „und nicht ist sie zusammengesetzt, sodaß sie eines anderen nicht bendarf,
der sie zusammensetzt“ Σ aber εἰ δὲ σύνθετος γένοιτο, καὶ ἑτέρου δέοιτο ἂν τοῦ
συνθήσοντος αὐτήν L (οὑδ ἀσύνθεντος Var.) 5 „Wie aber? Aus anähnlichen
Unterschieden besteht das Schlechtere und Bessere“Σ, aber? πῶς γάρ; ἐξ ανομοίων
διαφορῶν, χειρόνων τε καὶ ἐμεινόνων ὑφεστῶσα L 14 l. <foreign xml:lang="abbr">ABBREV</foreign> mit HS
15 „wenn die Welt des Alls gesehen wird“ Σ, aber vermutlich lase er ἀλλ᾿ οὐδαμῶς
ἡ φύσις τοιαύτην ἑαυτὴν παρίστσησι τοῦ ὁρωμένου τῶν κόσμου vgl. Stud. 60
17 „und wo sie so ist, auch . . . aufnimmt“. Σ hat vermutlich eim καὶ ὧδε mibverstanden
vgl. Stud. 60 18 „an den Sterblichen zumal und Unsterblichen, Vernünftigen
und Unvernünftigen und an der . . . . οὐσία“ Σ, allein er las wohl διὸ
δἠ θνητῆς ὁμοῦ καὶ ἀθανάτου λογικῆς τε καὶ ἀλόγου . . . οὐσίας ὃδε ὁ κόσμος
κοινωνεῖ Stud. 60</note>

<pb n="v.3.pt.2.p.50"/>
Stammnater des Logos,  der allein die Ursahe aller ist, <corr resp="#editor">wird</corr> mit Recht
der vater seines eingebornen Logos genannt, er selbst aber erkennt
keine ander, höhere Ursache als sich selbst an. Deswegen ist Er <supplied reason="undefined" resp="#editor">auch</supplied>
allein Gott <supplied reason="undefined" resp="#editor">selber</supplied>, der Eingeborne  aber geht aus ihm hernor nach verborgenem,
<lb n="5"/> unaussprechlichem Ratschluß, der Erlöser aller, Ein Logos
Gottes, der durch alles <supplied reason="undefined" resp="#editor">waltet</supplied>.</p></div></div></div></body></text></TEI>