Aufgrund der geschädigten Aktivität erfolgt der Hinweis auf den erkrankten Teil auf folgende Weise: Wenn einer irgendein Symptom am Sehvermögen aufweist, wird es sich ergeben, dass jenem notwendigerweise das Auge leidet. Ob aber durch Eigenerkrankung oder durch Miterkrankung oder durch beide, dürfte eine zweite Betrachtung sein. Durch die Erscheinungsform der Ausscheidungen aber wird der erkrankte Teil erkannt, wie zuvor gesagt ist, durch die Teile seiner Substanz und die in ihm enthaltenen (Substanzen). Und in der Tat ist auch die Lage fähig, den erkrankten Körperteil mit anzuzeigen: Eine harte Schwellung mit (scharfer) Umgrenzung im Bereich des rechten Hypochondriums ist kein Kennzeichen einer (leidenden) Milz, sondern einer leidenden Leber, wie auch die auf der linken Seite kein Kennzeichen einer (leidenden) Leber, sondern einer (leidenden) Milz ist. Und wenn die Ausscheidungen gleich sind, zeigt die Lage bisweilen den leidenden (Teil) mit an. Wenn nun ein Teil einer membranartigen Wand ausgeschieden wird, wird er anzeigen, dass irgendwo ein Geschwür ist: (Die Frage,) an welchem Teil, wird von der Lage gelehrt werden. Denn wenn der Teil der Wand erbrochen wird, bedeutet das, dass es entweder ein Leiden des Magens oder der Speiseröhre ist, wenn er ausgehustet wird, entweder des Kehlkopfes, der Lunge oder der Luftröhre, wenn er beim Räuspern (hervorgebracht wird), ein Leiden der Kehle, wenn er mit Urin ausgeschieden wird, ein (Leiden) der Harnröhre selbst, wenn er aber durch den After ausgeschieden wird, ein (Leiden) von irgendeinem der Därme, wenn aber durch die weibliche Scham, ein (Leiden) der Teile im Bereich der Gebärmutter. Dass aber auch von den Schmerzen ein jeder je nach Lage den erkrankten Teil anzeigt, ist ganz klar. So jedenfalls lässt sich auch das zuvor Genannte (weiter voneinander) abgrenzen. Denn wenn sich Zeichen eines Geschwürs im Erbrochenen zeigen, ist zu untersuchen, ob sich der Schmerz in den vorderen Teilen des Hypochondriums oder hinten im Bereich des Rückens befindet. Es wird (dies) unterschieden werden, weil zum einen der vorne liegende Schmerz am Magen, zum anderen der hinten liegende an der Speiseröhre entsteht. Aber auch vom Magen selbst wird der Magenmund ebenso abgegrenzt werden, wenn von scharfen, heruntergeschluckten (Substanzen), die einen am Magenmund das Beißen hervorbringen oder etwas weiter unten, die anderen am Durchgang im Bereich des Brustkorbes. Denn dies alles lässt sich durch die Lage (voneinander) abgrenzen, wie anderes durch die Form des Schmerzes. Es wird aber noch ausführlicher über Schmerzen im zweiten Buch gesprochen werden. Jetzt aber ist es an der Zeit ein Beispiel für den Hinweis auf den erkrankten Körperteil aus den spezifischen Symptomen zu geben. Zuvor sprachen wir nun davon, dass es von jedem der Zuwächse einen für die Verletzungen eigentümlichen Hinweis gibt, jetzt sei auch solches hinzugefügt: Zum einen entwickeln sie Ekelgefühle am Magenmund, wenn er leidet, zum anderen wird nach unten durch die fehlende Spannung der Leber etwas entleert, was dem Waschwasser von Fleisch ähnlich ist. Rot werden die Wangen denen, die an Lungenentzündung leiden.