Nimm also jetzt wiederum einen, der etwas Fettiges aufgestoßen, aber nichts Fettiges gegessen hat, bei diesem werden wir sagen, dass eine brennende Hitze im Magen vorhanden ist, dann werden wir anschließend unterscheiden, ob eben dies infolge einer schlechten Mischung des Körpers des Magens selbst geschah oder weil in ihm gelbe Galle enthalten war entweder in seinem inneren freien Raum oder gleichsam schwer auswaschbar in seine Wände aufgesogen wurde. Und tatsächlich werden wir uns auch nicht hierhin stellen (und stehen bleiben), sondern anschließend fragen, ob sich ein solcher Saft sammelt, weil die Leber schlecht arbeitet, ob sie aus dem ganzen Körper nach unten fließt, ob sie sogar im Magen selbst hervorgebracht wird. Dieses muss man nämlich unbedingt erkannt haben, es bedarf aber eines Mannes, der mit seinem Denken im Wissen um die Dinge selbst geübt ist, nicht im Wissen um die sie klar machenden Bezeichnungen. Denn es ist nicht möglich so, wie die Erscheinungsform der Zersetzung die auslösende Ursache klar anzeigt, auch für ihre Entstehung im Magen einen definierten Hinweis zu finden. Wenn nun die Speisen im Magen nicht wegen ihrer eigenen Natur zu fettigem Dampf werden, ist die dies bewirkende Ursache notwendigerweise warm, wenn sie sauer werden, (notwendigerweise) kalt. Aber dennoch ist es jetzt noch nicht klar, ob es eine schlechte Mischung im Körper des Magens, ob es irgendein schädlicher Saft ist: Sondern man muss es (dadurch) unterscheiden, dass man Speisen von der Natur gibt, die der Art der Zersetzung am entgegengesetztesten sind, Brot und Graupe vielleicht bei denen, bei denen die Speisen zu fettigem Dampf werden, Honig aber bei denen, bei denen sie scharf werden. Und dann muss man betrachten, was erbrochen wurde und was abgegangen ist, ob die Entleerung mit einem Saft zusammen erfolgte, teils mit einem galligen und warmen, teils mit einem schleimhaltigen und kalten oder ohne irgendeinen Saft mit einer kurzen Umwandlung. Denn wenn der Magen durch brennende Wärme ohne einen Saft selbst schlecht gemischt geworden ist, wirst du sehen, wie das Brot und die Graupe nach einer sehr kurzen Umwandlung in Exkremente abgehen. Wenn es aber irgendein schädlicher Saft ist, der die Nahrung zersetzt, sind die Speisen offensichtlich selbst befeuchtet durch den derartigen Saft und deutlicher verändert durch seine Aktivität. Viel eher aber unterscheidet man dies beim Erbrechen, falls der Kranke von Natur aus leicht erbricht, zumal es nicht angebracht ist, jemanden, wenn er jedenfalls nicht dazu in der Lage ist, zum Erbrechen zu zwingen. Aber dies (passiert), wann immer der schädigende Saft in der Höhlung des Magens schwimmt. Falls er aber in seine Wände aufgesogen ist, so folgt auf jeden Fall Übelkeit, Durst aber eher bei den wärmeren (Säften), wie Appetit nach Speisen den kälteren (Säften) (von Natur aus) folgt. Man muss aber zusätzlich betrachten sowohl, ob die Leber unbetroffen ist oder aber doch irgendwie betroffen ist, als auch das Leiden, wie es beschaffen ist, ob es warm oder kalt ist. Ebenso muss man aber auch über die Milz sprechen.