Als ich sah, dass es einem anderen von leicht verdaulichen Speisen schlechter ging, fragte ich nach dem Vorangegangenen, und nachdem ich erfahren hatte, dass er nach Gabe eines reinigenden Heilmittels in diesen Zustand gebracht wurde, und ich wiederum fragte, aufgrund welcher Ursache es zur Anwendung des Mittels kam, und ich hörte, dass es wegen beißender und zerfressender Schmerzen war, die lange Zeit in der Magengegend blieben, da gab ich ihm, weil ich vermutete, dass der Darm von dem reinigenden Heilmittel übel zugerichtet wurde, sich in einem mit Flüssen verbundenen Zustand befand und die Überschussstoffe der Leber leicht in sich selbst aufgenommen hatte und dies noch dazu Schaden anrichtete, schwer zersetzbare und zusammenziehende Nahrung, wobei das Beißen aufhörte und nichts mehr durchging, nachdem er zuvor immer nach dem Beißen Zersetztes und zugleich auch Feuchtes und übel Riechendes ausgeschieden hatte. Als ich zuvor erfahren hatte, dass ihr Abgang in längerer Zeit nach dem Beißen erfolgte, vermutete ich, dass der Zustand (einer) der oberen Därme war, wie ich bei jedem, bei dem die Ausscheidung schnell beim Beißen erfolgte, schlussfolgerte, dass der Zustand (einer) der unteren Därme war. Jenen nun heilte ich durch (rektales) Einführen eines Heilmittels, diesen aber durch die genannten Speisen, in dem sicheren Wissen, dass die Teile in der Nähe des Magens besseren Nutzen durch von oben her gegessene und getrunkene (Heilmittel) haben, die Teile aber, die nicht fern vom After liegen, durch die (Heilmittel), die von unten zugeführt werden. Es ist nun generell angebracht, nicht nur dies zu untersuchen, ob der Magen oder ein Teil der Därme betroffen ist, sondern auch was für ein Leiden es ist, und zu unterscheiden, welche Zeichen für die Leiden eigentümlich sind, welche aber für die leidenden Teile. Wie zum Beispiel, dass das Nicht-Verdauen zwar ein Symptom des Magens ist, die Umwandlung des Gegessenen in etwas Fettiges oder Saures aber (ein Symptom) der im Magen befindlichen Ursachen und Einwirkungen. So zeigen aber auch bei den (Leiden) im Darm die Zeit des Abganges, die Erscheinungsform der Ausscheidungen und die Verschiedenheit der Symptome mithilfe der vorangegangenen und der jetzt zur Prüfung herangezogenen (Symptome) beides zusammen an, sowohl das Leiden selbst, als auch den Teil, in dem es sich gebildet hat. Nimm nämlich (an), dass einer über den Verdauungstrakt bald Schorf oder gleichsam membranartige Fetzen oder etwas Blutiges ausscheidet, bald dies alles zusammen. Dass der Darm ein Geschwür gebildet hat, dürfte auch nicht einer bestreiten, ob aber das Geschwür im Dünndarm, ob im Dickdarm ist, ist noch nicht klar, sondern wird entweder anhand der Erscheinungsform der Fetzen, wie zuvor gesagt, und aus der Zeit des Abganges und drittens aus ihrer Mischung mit Kot, teils mehr damit gemischt, teils weniger oder auch überhaupt nicht gemischt, unterschieden werden. Denn die Geschwüre in den untersten Teilen weisen die Kennzeichen der Wunden auf, da sie überhaupt nicht mit den Exkrementen vermischt sind, bei den etwas weiter oben liegenden, sind sie gemischt, aber (nur) ein bisschen: Wie auch bei den noch weiter oben (liegenden) jedenfalls die Mischung noch größer wird. Noch mehr aber sind die Eigentümlichkeiten des Geschwürs bei den am weitesten oben liegenden Därmen mit dem Kot vermischt. 5. Oft ergibt sich der Hinweis zugleich auf Körperteil und Zustand auf Grundlage eines einzigen Kennzeichens oder zugleich auf Körperteil und Ursache. Zum Beispiel ergibt sich bei den Körperteilen einerseits der Hinweis aufgrund der geschädigten Aktivität, von Ausscheidungen, der Lage, der Eigentümlichkeit des Schmerzes und der spezifischen Symptome, bei den Leiden andererseits aufgrund der Erscheinungsform der Ausscheidungen, der Natur des Körperteils, der Eigentümlichkeit des Schmerzes und der Eigentümlichkeit der spezifischen Symptome.