Gemäß derselben Ursache zeigen sich zuvor auch bei Personen, die bei Krankheiten Blutstürze oder Erbrechen hatten, bisweilen derartige Symptome. Auch Hippokrates schreibt über sie im Prognostikon folgendermaßen: „Wer auch immer in einem nicht tödlichen Fieber sagt, dass sein Kopf schmerze oder ihm auch etwas Dunkles vor den Augen erscheine, wenn Sodbrennen zu diesem dazukommt, den wird galliges Erbrechen begleiten.“ Und wenig später (sagt er) erneut: „Denjenigen, denen bei einem solchen Fieber der Kopf schmerzt, entsteht teils anstelle des (Symptoms,) dass ihnen etwas Dunkles vor den Augen erscheint, trübe Sicht oder es erscheinen ihnen zuvor Funken, teils aber (das Symptom, dass) sich etwas anstelle des Sodbrennens weder mit Schmerz noch mit Entzündung auf der linken oder rechten Seite im Hypochondrium anspannt, wahrscheinlich fließt diesem anstelle des Erbrechens Blut durch die Nase.“ Diese sind die Worte des Hippokrates, er lehrte durch sie, dass es bei Säften oft passiert, dass, wenn sie sich im Magen sammeln, irgendwelche Trugbilder bezüglich des Gesichtssinns entstehen. Aber wenn überhaupt nichts von den Säften zu den Augen aufgestiegen wäre, dann wäre kein solches Symptom aufgetreten, wie auch nicht, wenn es zu den Gehör- oder Nasengängen oder zum Zungenkörper hochgebracht worden wäre. Auch bei einem solchen Fall ist klar, dass die Augen irgendwie am Zustand des Magens Anteil haben müssen, wenn das Lebewesen unter falscher optischer Wahrnehmung leiden soll. Als sich Hippokrates aber wiederum so äußert: „Bei denen gallige Exkremente (auftreten), bei denen hören sie auf, wenn Taubheit hinzugekommen ist; bei denen Taubheit (auftritt), bei denen hört sie auf, wenn gallige Exkremente hinzugekommen sind.“ Welcher Kommentator könnte derart unsinnig sein, der, nachdem er in seiner Auslegung ausgelassen hat, dass die Ohren leiden, sagte, dass Taubheit entstehe, wenn es vorkommt, dass die zuvor über den Verdauungstrakt entleerte Galle zu den Augen aufgestiegen ist? Immer also ist es notwendig, auszugehen von dem Organ der geschädigten Aktivität, anschließend aber danach zu fragen, welche Art von Schaden es hat, ob der Zustand schon dauerhaft oder noch in der Entstehung ist, das Dauerhafte aber noch nicht hinzugekommen ist. Und wenn es ein entstehender Zustand ist, ob die das Leiden schaffende Ursache in dem Teil selbst enthalten ist oder durch ihn durch geht. Denn wenn die kristalline Flüssigkeit übermäßig austrocknet, ist der Schaden für den Teil dauerhaft und das Leiden seiner Substanz eigen. Wenn sich aber verdickte Flüssigkeit im Bereich der Pupille gebildet hat, ist die Substanz zwar noch nicht geschädigt, die Ursache des Symptoms aber befindet sich im Auge selbst. Durch es durch geht es hingegen, wann immer der dampfende Saft im Magen enthalten ist. Die Auffassung, dass der Teil allein betroffen ist, wann immer eine dauerhafte Veränderung seiner Substanz entstanden ist, haben diejenigen, die eigene Bedeutungen für griechische Bezeichnungen festlegen.