<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:py="http://codespeak.net/lxml/objectify/pytype" py:pytype="TREE"><text><body><div type="translation" xml:lang="deu" n="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2"><div type="textpart" subtype="book" xml:base="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2" n="1"><div type="textpart" subtype="chapter" xml:base="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2:1" n="87"><p>Nach diesen Worten ließ er, da er selbst Ephore war, die<lb/> Abstimmung in der Versammlung der Lakedämonier vornehmen, sagte<lb/> aber dann, weil-sie durch Zuruf die Entscheidung geben und nicht<lb/> durch Stimmzeichen ^): er könne nicht untershceiden, welcher Ruf <lb/> der stärkere sei, — und um sie durch recht augenfällige Darlegung ihrer<lb/> Meinung noch mehr für den Krieg zu reizen, rief er: Wer von euch, <lb/> ihr Lakedämonier, der Meinung ist, daß die Verträge gebrochen sind, <lb/> und die Athener Unrecht thun, der trete auf den Platz dort,—indem<lb/> er mit dem Finger daraus hinwies —, wer, aber der Meinung nicht<lb/> ist, der stelle sich hier auf die andere Seite. Es standen nun Alle auf<lb/> und traten nach den zwei Seiten aus einander, und die Zahl derer, <lb/> welche den Vertrag für gebrochen erachteten,.war viel größer. Dann<lb/> riefen sie die Bundesgenossen herzu und erklärten, daß ihnen die<lb/> Athener dünkten Unrecht zu thun, und sie wollten jetzt auch die<lb/> sämmtlichen Bundesgenossen zur Abstimmung einladen, damit sie, wenn es<lb/> sich so ergebe, den Krieg gemeinsam führten. Nachdem dies Geschäft<lb/> beendigt war, ging ein Jeder wieder in seine Heimat,, und auch die<lb/> Athenischen Gesandten kehrten nach Haus zurück, als die Aufträge<lb/> besorgt waren, wegen derer man sie geschickt hatte. Diese<lb/> Entscheidung der Versammlung, daß.der Friede, gebrochen sei, ereignete'sich<lb/> im vierzehnten Jahre des dreißigjährigen Waffenstillstandes, welcher <note type="margin"> 482<lb/> v. Chr. </note> <lb/> nach dem Euböiichen Krieg geschlossen worden war '"). <note type="footnote"> 134. Auch in Athen wurde gewöhnlich durch Aufheben der Hände abge- <lb/> stimmt lCheir otonie); geheime Abstimmung durch Stimmsteine, fand nur<lb/> in gewissen Fällen statt, wie z- B..bei der Verbannung durch das<lb/> Scherbengericht. </note> <note type="footnote"> 135) Vgl. I, 115. </note> </p><pb n="86"/></div></div></div></body></text></TEI>