<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:py="http://codespeak.net/lxml/objectify/pytype" py:pytype="TREE"><text><body><div type="translation" xml:lang="deu" n="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2"><div type="textpart" subtype="book" xml:base="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2" n="1"><div type="textpart" subtype="chapter" xml:base="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2:1" n="74"><p>„Dieser Verlauf der Ereignisse zeigt aber deutlich, daß die <lb/> Rettung für Hellas in der Flotte lag, und dabei sind wir selbst mit <lb/> den drei wichtigsten Dingen eingestanden: mit der größten Zahl der <lb/> Schiffe, dem einsichtigsten Feldherrn und mit der entschlossensten <lb/> Hingebung. Denn von den vierhundert Schiffen ' haben wir nicht <note type="footnote"> 118) Denn die wenigen Manier kamen kaum in Betracht. (Kr.) </note> <note type="footnote"> 119) Schlechtere Handschriften lesen 300. Die Athener hatten aber 200<lb/> gestellt (Hervd. 8, 44. 46), und sie machen hier übertreibend aus. ter Hälfte<lb/> zwei Drittel. </note> <lb/> <pb n="74"/> viel weniger als zwei Drittel gestellt, und den ThemistokleS als <lb/> Anführer, der am meisten daraufdrang, daß die Seeschlacht in der <lb/> Meerenge ^bei Salamis^ geliefert werde, was eben den glücklichen <lb/> AuSgang herbeigeführt hat. Auch habt ja ihr selbst von allen Fremden, <lb/> die je zu euch kamen, ihn am meisten geehrt Aber wir haben <lb/> auch die entschlossenste Aufopferung gezeigt. Denn da uns zu Lande <lb/> Niemand zu Hilfe kam, weil alle bis auf euch schon unterworfen <lb/> waren, so haben wir nicht angestanden, unsere Stadt zu verlassen und <lb/> unsern Besitz dem Verderben preiszugeben, um die gemeinsame Sache <lb/> der Bundesgenossen nicht im Stich zu lassen; und um durch unsere <lb/> Zerstreuung nicht nutzlos zu werden, haben wir uns aus die See <lb/> gewagt, ohne auf euch erzürnt zu sein, daß ihr uns nicht rechtzeitig zu <lb/> Hilft gekommen wäret. Wir behaupten daher, euch nicht weniger <lb/> genützt zu haben, als ihr uns. Denn ihr zogt damals aus euren <lb/> bewohnten Städten aus, und zwar eben nur, um auch ferner noch darin <lb/> wohnen zu können, weil ihr euretwegen, weniger unsertwegen besorgt <lb/> wäret. Denn so lange Athen noch unbeschädigt stand, wäret ihr nicht <lb/> zu sehen. Wir aber sind aus einer Stadt ausgezogen, die nicht mehr <lb/> war, und haben den Kampf gewagt um sie, obgleich ihre <lb/> Wiedergewinnung nur auf schwacher Hoffnung beruhte, und doch haben wir, <lb/> wie uns selbst, so zum Theil auch Euch mit gerettet. Wären wir aber <lb/> aus Furcht um unser Land zu den Persern übergetreten, wie die <lb/> Andern, oder hätten wir uns später verloren gegeben und nicht mehr <lb/> gewagt die Schiffe zu besteigen, so konntet ihr euren Seekampf nur <lb/> bleiben lassen, denn ihr hattet ja zu wenig Schiffe, und der Barbar <lb/> hätte dann in aller Bequemlichkeit die Dinge nach Wunsch <lb/> durchgeführt."</p></div></div></div></body></text></TEI>