<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:py="http://codespeak.net/lxml/objectify/pytype" py:pytype="TREE"><text><body><div type="translation" xml:lang="deu" n="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2"><div type="textpart" subtype="book" xml:base="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2" n="1"><div type="textpart" subtype="chapter" xml:base="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2:1" n="72"><p>So redeten die Korinther. Es waren aber schon vorher auch<lb/> Athenische Gesandte anderer Geschäfte halber nach Lakedämon<lb/> gekommen, und als diese von jenen Reden hörten, glaubten sie auch vor den<lb/> Lakedämoniern auftreten zu müssen, nicht um sich gegen die<lb/> Beschwerden zu rechtfertigen, welche die Städte erhoben hatten, sondern um<lb/> im Allgemeinen ihre Meinung dahin abzugeben, daß die Lakedämonier<lb/> nickt vorschnell einen Entschluß fassen, sondern reiflichen Einblick in<lb/> die Verhältnisse nehmen möchten, und zugleich wollten sie ihnen einen<lb/> Begriff von der Macht ihres Staates geben und die Aelteren unter<lb/> ihnen an das erinnern, was sie selbst noch erlebt hätten, die Jüngeren<lb/> aber über das belehren, wovon sie noch keine Kenntniß hatten, in der<lb/> Meinung, die Lakedämonier würden sich durch solche Reden eher<lb/> bewegen lassen, Frieden zu halten, als den Krieg zu beschließen. Sie<lb/> kamen also und erklärten den Lakedämoniern, daß auch sie vor dem<lb/> Volke zu reden wünschten, wenn dem Nichts im Wege stehe. Diese<lb/> hießen sie auftreten, und so hielten die Athener folgende Rede:</p></div></div></div></body></text></TEI>