<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:py="http://codespeak.net/lxml/objectify/pytype" py:pytype="TREE"><text><body><div type="translation" xml:lang="deu" n="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2"><div type="textpart" subtype="book" xml:base="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2" n="1"><div type="textpart" subtype="chapter" xml:base="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2:1" n="65"><p>Als nun Aristeus nach Einschließung der Stadt keine <lb/> Hofsnung auf Rettung mehr hatte, außer wenn vom Peloponnes oder <lb/> sonst woher wider Erwarten Hilfe käme, so rieth er, daß Alle bis auf <lb/> Fünfhundert einen günstigen Wind zum Auslaufen benutzen sollten, <lb/> damit die Lebensmittel um so länger ausreichen könnten, und er selbst <lb/> erbot sich unter den Bleibenden zu sein. Da er aber kein Gehör fand <lb/> und doch das zur Erhaltung des Platzes Erforderliche vorzukehren <lb/> und zugleich auch die Dinge auswärts möglichst günstig zu gestalten <lb/> bedacht war, so ging er in See, als er es unbemerkt von den Wach­ <note type="footnote"> sie nicht als dauernde Denkmale der Feindschaft auf lange Zeit dastünden. <lb/> Dieb. XIII, 24. Schkmann, Griech. Alt. II, S. 13 f. Der Gegner, wenn er<lb/> sich als geschlagen bekennen wollte, respektirte das Siegeszeichen, weil eS den<lb/> Göttern geweiht war; im andern Fall stellte er selbst gleichfalls ein solches <lb/> auf &lt;1, S4, los. IV, IZ4), oder hinderte den Gegner an der Aufstellung, oder<lb/> riß eS später nieder Will, 24). Es kam auch vor, daß er den Gegner<lb/> herausforderte, um das von diesem aufgestellte Siegeszeichen von Neuem zu<lb/> kämpfen. </note> <note type="footnote"> 106) Bei Belagerungen wurde der einzuschließende Ort oft theilweise durch<lb/> eine vom Belagerer aufgeführte Mauer abgesperrt, oder auch gänzlich durch<lb/> eine solche abgeschlossen. III, 94. </note> <lb/> <pb n="64"/> Posten der Athener thun konnte, landete auf Chalkidike und führte <lb/> im Verein mit den dortigen Bundesgenossen verschiedene Kriegsthaten <lb/> aus, wie er denn unter andern den Sermyliern durch einen bei ihrer <lb/> Stadt gelegten Hinterhalt viele Leute tödtete. Zugleich verkehrte er <lb/> wegen Hilfeleistung mit dem Peloponnes. Phormion aber verheerte <lb/> nach der Einschließung Potidäa's mit seinen sechzehnhundert Mann <lb/> Chalkidike und Bottiäa und nahm auch einige kleine Städte.</p></div></div></div></body></text></TEI>