Die Potidäer aber und die Peloponnesier unter Aristeus lagerten in Erwartung der Athener auf der Seite ^ihrer eigenen Stadt^ gegen Olynthos zu auf der Landenge und hatten deßhalb auch einen Markt für die Lebensmittel errichtet ^). Zum Anführer sämtlicher Fußtruppen hatten die Verbündeten den Aristeus gewählt und für die Reiterei den Perdikkas; denn dieser war sogleich wieder vom Bündniß mit den Athenern abgefallen und focht auf Seiten der Potidäer, nachdem er den Jolaos zu seinem Stellvertreter in der Regierung gemacht hatte. Es war nun der Plan des Aristeus, mit seiner eigenen Abtheilung einen Angriff der Athener auf der Landenge abzuwarten, während die Chalkidier und die Bundesgenossen außerhalb der Landenge mit den zweihundert Pferden des Perdikkas bei Olynthos stehen bleiben, und wenn die Athener ihn selbst angreifen würden, denselben zu seiner Unterstützung in den Rücken fallen und so die Feinde in die Mitte nehmen sollten. Auf der andern Seite schickte Kallias, der Anführer der Athener, und seine Mitfeldherrn die Makedonischen Reiter und eine kleine Zahl Bundesgenossen gegen Olynthos, um es jenen unmöglich zu machen, von dort aus zu Hilfe zu kommen; sie selbst aber brachen aus dem Lager auf und marfhcirten aus Potidäa los. Als sie nun bei der Landenge anlangten und die Feinde in Schlachtordnung aufgestellt sahen, nahmen auch sie ihre Aufstellung, und es dauerte nicht lange, so kam es zum Handgemenge. Der Flügel des Aristeus selbst, und was an auserlesener Mannschaft der Korinther und der Andern bei ihm stand, schlugen die ihnen Gegenüberstehenden in die Flucht und verfolgten sie ein gutes Stück; das übrige Heer der Potidäer und Peloponnesier aber wurde von den Athenern geschlagen und flüchtete in die Stadt. 103)) Zu den 4t1 des Kallias die 30 des Archestratos I, 57. (Kr.) 105) Der Markt gilt von den zum Einkauf herausgeschafften LebenSmitteln, damit die Soldaten sie nicht aus der Stadt holen durften und nicht etwa ein Theil bei einem Angriffe von Seiten des Feindes fehle (Arnold bei Kr.)