<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:py="http://codespeak.net/lxml/objectify/pytype" py:pytype="TREE"><text><body><div type="translation" xml:lang="deu" n="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2"><div type="textpart" subtype="book" xml:base="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2" n="1"><div type="textpart" subtype="chapter" xml:base="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2:1" n="56"><p>Sehr bald aber kamen auch noch die folgenden <lb/> Zwistigkeiten zwischen Athenern und Peloponnesiern als neue Veranlassung <lb/> zum Kriege hinzu: da die Korinther auf Rache sannen, und die <lb/> Athener diese feindliche Gesinnung bei ihnen auch voraussetzten, so <lb/> befahlen diese ihren Bundesverwandten und Zinsholden, den Potidäern, <lb/> — dem Ursprung nach Korinthische Pflanzer, auf der Landenge von <lb/> Pallene angesessen —, ihre Mauern gegen Pallene hin niederzureißen, <lb/> außerdem Geißeln zu stellen und die Beamten (Epidemiurgen) <note type="footnote"> 96) Potidäa war die einzige Kolonie der Korinther am Aegaischen<lb/> Meere und deßhalb für sie von besonderer Bedeutung. — Die Athener<lb/> befahlen wohl, die Mauer gegen Pallene hin niederzureißen, damit die Stadt, </note> <lb/> <pb n="56"/> wegzuschicken, welche die Korinther alljährlich dorthin zu senden <lb/> pflegten, und auch keine neuen mehr aufzunehmen. Sie fürchteten nämlich, <lb/> jene möchten sich von Perdikkas und den Korinthern zum Abfall <lb/> bereden lassen und durch ihr Beispiel auch die übrigen Thrakischen <lb/> Bundesgenossen nachziehen.</p></div></div></div></body></text></TEI>