Hingegen befahlen aber auch die Athener den Lakedämoniern, den Gräuel von TänaroS zu tilgen. Denn vor Zeiten hatten die Lakedämonier einmal schutzflehende Heloten aus dem Poseidon- tempel zu TänaroS weggelockt und dann getödtet, was sie selbst auch für die Ursache des großen Erdbebens hielten, welches über Sparta kam Außerdem befahlen sie ihnen auch, den Frevel gegen die ^Athene^ ChalkioikoS zn sühnen. Mit diesem verhielt es sich spulen. Wie erzählt wird, boten sich freiwillig zwei vornehmc Jünglinge, KrarinvS nnd KlesibivS, als Opfer dar. Auch errichtete EpimenideS das Heiligthuin der Eumenideu, d. h. er verwandelte seinem Berufe gemäß die schuldrächcuden Erinyen in versöhnte Göttinnen. Auch nahm er Einfluß auf die Gesetzgebung, indem er den Luxus bei Opfern untersagte, die Trauereereiiivnien beschrankte und mehrere Verfügungen traf, um die gesellshcaftliche Stellung des weiblichen Geschlechts zu heben. Bald nach seiner Rückkehr starb er. Spartaner lind Argiver gaben vor, seinen Leichnam zu besitzen. Zu Arhen setzte man ihm Bildsäule». — Unter den durch KleomeneS auSgetriebenett und später wieder zurückgekehrten Familien befand sich auch die der Alkmäoniden. welcher PerikleS durch seine Mutter Agariste, eine Urenkelin deS Alkmärm, angehörte. 202) l, tot. 202*) ChalkioikoS, d. l. erzhäusig. Die Statue der Göttin und die eigentliche Kapelle waren von Eisen oder Brente, d. h. die Wände waren mit Brvncetafel» verkleidet, wie es auch beim Schatzhaus deS AtreuS in M»ke»ä der Fall gewesen zu sein scheint, dessen steinerne Wände noch jetzt in gleichen Zwlschcuräumen mit starken, tief eiligetriebenen Brviicenägeln bedeckt sind, die also: Nachdem der Lakedämonier Pausanias von den Spartanern zum ersten Mal vom Oberbefehl im Hellespont abberufen und vor Gericht der Schuld ledig gesprochen wär, so wurde er zwar nicht mehr im Staatsauftrag ausgesandt, er nahm aber auf eigene Kosten einen Hermioneischen Dreiruderer und segelte ohne Geheiß der Lakedämonier nach dem Chersonnes, wie er vorgab, um die Hellenen zu unterstützen, in der That aber, um die Vortheile des PerserkönigS wahrzunehmen, wie er auch schon das erste Mal gethan hatte; denn er strebte nach der Herrschaft über die Hellenen. Er hatte aber seine Beziehungen zum König dadurch angeknüpft, daß er sich ihm zuerst auf folgende Weise gefällig erwies. Als er nach dem Abzug von KyproS bei seiner früheren Anwesenheit Byzanz erobert hatte, welches die Perser und unter diesen auch einige Verwandte des Königs besetzt hielten, so schickte er diese letzteren, welche mitgefangen worden waren, ohne Vorwissen der übrigen Bundesgenossen an den König, indem er vorgab, sie seien entsprungen. Dies hatte er mit Hilfe des Eretriers Gongylos ausgeführt, dem Byzanz und'die Kriegsgefangenen von ihm anvertraut worden waren. Denselben Gongylos sandte er denn auch mit einem Briefe an den König, der, wie sich später fand, also lautete: »Pausanias, der Feldherr Sparta's, schickt dir diese seine Kriegsgefangenen zu, um sich dir gefällig zu erzeigen; und meine Absicht ist, wenn auch du darein willigst, deine Tochter zu heirathen und Sparta und das übrige Hellas unter deine Botmäßigkeit zu bringen. Das glaube ich im Einvernehmen mit dir wohl durchführen zu können. Wenn du nun hierin etwas Annehmbares siehst, so schicke einen treuen Mann zur Meereskütse/durch den wir uns weiter bereden mögen."