..ES bleiben uns aber auch noch andere Wege der Krieg­ 195) Bezieht sich ans die den Doriern eigenthümliche (militärische) Subordination. Kr. 196) ES scheint also Delphi bereits den Phvkiern nicht mehr »uterwursig gewesen zu sein (Pvppv). Vgl. I, l>2 und Am». I7S ans Ende. sührung: Aufforderung der Bundesgenossen zum Abfall, weil dadurch gerade ihre Einkünfte geschmälert werden, in denen ihre Kraft besteht; dann Anlegung von Befestigungen gegen das feindliche Gebiet hin, und noch manches Andere, was man jetzt nicht voraussehen kann. Denn der Krieg verläuft nicht nach abgeredeten Plänen, sondern gestaltet sich meist aus sich selbst heraus nach den zufälligen Umständen, und wer sich mit ruhiger Klugheit diesen anzupassen bemüht ist, der ist im Vortheil; wer aber hitzig drein geht, der thut in demselben Maße sich selbst weh ^5). Aber noch eins müssen wir beherzigen. Wenn einer oder der andere von uns mit einem gleichstarken Gegner Gränzstreitigkeiten auszusechten hätte, so ginge das an; nun aber sind die Athener so stark wie wir alle mit einander, und jedem einzelnen Staat weit überlegen. Wenn wir also nicht in unserem Bunde, und ebenso in jeder einzelnen Völkerschaft und jeder einzelnen Stadt ganz einmüthig zur Abwehr entschlossen sind, sondern Zwiespalt unter uns herrschen lassen, so werden sie unser ohne alle Mühe Meister werden, und man muß wissen, — mag es Einem auch schrecklich zu hören sein, — daß die Niederlage nichts Anderes bringt, als gradezu die- Knechtschaft. Unter diesen Umständen noch unschlüssig zu reden, ist eine Schande für den Peloponnes, und eine Schande wäre es, wenn so viele Staaten von einem einzigen sich mißhandeln ließen. Man müßte entweder denken, daß solches als gerechte Straft über uns verhängt sei, oder daß wir es aus Feigheit duldeten, und dann würden wir entartet scheinen gegen unsere Väter, welche Hellas die Freiheit wieder gegeben haben, da wir diese nicht einmal für uns selbst zu erhalten vermögen und die Zwingherrschaft einer einzelnen Stadt sich befestigen lassen, während wir doch darauf ausgehen, die Gewaltherrscher in den einzelnen Städten zu stürzen. Und wir sehen nicht, wie sich ein solches Betragen von den drei unglücklichsten Fehlern freisprechen läßt, dem Unverstande, der Schwäche und dem Leichtsinn. Diese Vorwürfe habt ihr nicht zu vermeiden gewußt und seid eben deßhalb zu dem gelangt, was schon so Viele in Schaden gebracht hat, zu der eingebildeten Ueberklugheit, deren Namen man in's Gegentheil, Angedeutet wird, daß die Besonnenhest der Pelvvoniiesier gegenüber der Leidenschaftlichkeit der Athener manche Begünstigungen gewähren werde. (Kr.) ThukydideS I. 8 in Unklugheit, verkehrt hat, weil schon Mancher durch sie zu Fall gekommen ist."