Nicht lange, nachdem sie von Euböa abgezogen waren, schlössen die Athener mit den Lakedä moniern und ihren Bunde sgenossen ein en Frieden auf dreißig Jahre, und Nisäa, Pegä, Trözen und Achaia gaben sie heraus, denn das waren die Theile, welche sie vom Peloponnes inne hatten. Im sechsten Jahre danach entstand zwischen den Samiern'^) und Milesiern ein Krieg wegen Priene's, und da die Milesier im Nachtheil blieben, so gingen sie die Athener an und verklagten die Samier bei ihnen. Auf Seiten der Milesier waren aber auch einige Bürger aus Samos, welche eine Abänderung der Verfassung wünschten Die Athener nun zogen mit vierzig Schissen gegen Samos, setzten eine Volksregierung ein, und nahmen von den Samiern fünfzig Knaben als Geiseln und eben so viele Männer, und brachten dieselben nach 182) Wie es schien, weil Pleistoanax bestochen war; vgl. 11, 21. . V, 16. (Kr.) 183) Durch Kleruchen. Vgl- Arm. 178. 184) Samvs, eine der größten Inseln des Aegäischen MeereS, war wie die übrigen anfänglich von Karern bewohnt, die später auch griechische Ansiedler aufnahmen. Die gleichnamige Hauptstadt war durch viele ind prachtvolle Tempel und öffentliche Gebäude, starke Festungswerke und großartige Hafenbauten ausgezeichnet, lim 77U o. Chr. trat die Insel zum Ionische» Stadtebund, gewann verschiedene Punkte des asiatischen Festlandes nnd sandte viele Kolonien aus, darunter in Lib»en Danks, in Italien Dikäarchia, später Putevli, in Si» cilien Zaum, später Messina genannt. Der ursprünglich monarchischen RegierungSsvrm folgte die Demokratie, und dieser durch PolnkrareS die TyranniS. Dessen Nachfolger standen unter persischer Oberhoheit, bis die Schlacht von Mykale die Insel befreite, worauf sie sich dem Anischen Slädtebiind anschlosi. lieber den Krieg mit Milet vgl. Mut. Perikl. 2» ff. Diodor 12, 27. lHerod. s, 99 ) 185) Anstatt der aristokratischen eine demokratische. Lemnos, und nachdem sie eine Besatzung in die Insel gelegt, zogen sie wieder ab. Es waren aber von den Samiern einige, welche die Ankunft der Athener nicht abgewartet hatten, sondern waren nach dem Festland geflohen'86) und schlossen mit den Mächtigsten in der Stadt nnd mit Pissuthnes, des HystaspeS Sohn, welcher damals Sardes besaß, ein Bündniß, brachten auch gegen siebenhundert Mann Hilsstruppen zusammen und setzten zur Nachtzeit nach Samos.über. Zuerst gingen sie auf die Männer der VolkSregierung los und bekamen auch die Meisten in ihre Gewalt, und nachdem sie dann ihre Geiseln aus Lemnos entführt hatten, erklärten sie den Abfall und lieferten die athenische Besatzung ind die Beamten, welche bei ihnen gelassen worden waren, dem Pissuthnes aus und rüsteten allsogleich zu einem Zuge gegen Milet. Mit ihnen zugleich waren auch die Byzantier abgefallen.