<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:py="http://codespeak.net/lxml/objectify/pytype" py:pytype="TREE"><text><body><div type="translation" xml:lang="deu" n="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2"><div type="textpart" subtype="book" xml:base="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2" n="1"><div type="textpart" subtype="chapter" xml:base="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2:1" n="107"><p>Um jene Zeit begannen auch die Athener die langen <note type="margin"> 45? <lb/> v. . <lb/> Chr. </note> <lb/> Mauern bis an s Meer zu bauen, die nach dem Phaleros und die nach, <lb/> dem PeiräeuS. Als damals die Phokier gegen Doris, der <lb/> Lakedämonier Mutterland, wo Böon, Kytinion und Erineon liegen'^), <lb/> einen Kriegszug unternahmen und eines dieser Städtchen eroberten, <lb/> so kamen die Lakedämonier unter Anführung deS Nikomedes, des <lb/> Kleombrotos Sohn, welcher anstatt des unmündigen Königs <lb/> Pleistoanar, des Pausanias Sohn, die Negierung führte, mit fünfzehn- <lb/> hundert eigenen Schwerbewaffneten und zehntausend Bundesgenossen <lb/> den Doriern zu Hilfe, und nachdem sie die Phokier zu einem Vertrag <lb/> und zur Herausgabe der Stadt genöthigt hatten, traten sie wieder den <lb/> Rückmarsch an. An der Uebersahrt zur See nun, über den Busen <lb/> von Krisa, würden die Athener sie zu verhindern bereit gewesen sein, <lb/> welche dort mit ihren Schiffen kreuzten; durch Gerania zu marschiren <note type="footnote"> 169) Gewöhnlich ist von einer dorischen TelravoliS, d. i. Bier-unter, die <lb/> Sie-de. ES fehlt hier nämlich PindvS, Srr.ibo X, p. 47K. Bei PliniuS <lb/> 4, 13 ist von fünf, bei den Scholinste» zu Pind.ir, Buch. I, l?l und Aristoph. <lb/> PlutnS 385 von sechs Städten die Rede (Kr.). </note> <note type="footnote"> 7* </note> <lb/> <pb n="100"/> schien ihnen aber nicht sicher genug, da die Athener Megara und <lb/> Pegä besetzt hielten; denn Gerania war unwegsam und wurde von <lb/> den Athenern fortwährend bewacht''^), und überdies hörten sie, daß <lb/> die Athener sie auch hier am Durchmarsch zu hindern entschlossen seien. <lb/> Sie hielten eS daher fürs Beste, in Böotien zu bleiben und <lb/> zuzusehen, wie sie am sichersten würden durchkommen können. Zum Theil <lb/> aber wurden sie hiezu heimlicher Weise durch einige Athener bewogen, <lb/> welche die Volksherrschaft zu unterdrücken und den Bau der langen <lb/> Mauern zu hindern hofftenES zogen nun gegen sie die Athener <lb/> mit ganzer Macht, dabei von den Argivern tausend und von den <lb/> übrigen Bundesgenossen je nach Verhältniß, im Ganzen <lb/> vierzehntausend '72). Diesen Zug unternahmen die Athener, weil sie <lb/> glaubten, daß jene des Rückmarsches wegen in Verlegenheit seien, zugleich <lb/> aber hatten sie auch Verdacht geschöpft wegen der Gefahr für die <lb/> Volksherrschaft bei ihnen. Auch Thessalische Reiter stießen gemäß <lb/> dem Bundesvertrag zu den Athenern, gingen aber während des <lb/> Gefechtes zu den Lakedämoniern über.</p></div></div></div></body></text></TEI>