<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:py="http://codespeak.net/lxml/objectify/pytype" py:pytype="TREE"><text><body><div type="translation" xml:lang="deu" n="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2"><div type="textpart" subtype="book" xml:base="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2" n="1"><div type="textpart" subtype="chapter" xml:base="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2:1" n="102"><p>Die Lakedämonier aber, da sich der Krieg gegen die in <lb/> Jthome in die Länge zog, riefen nebst andern Bundesgenossen '6°) <note type="footnote"> 158) Kimon eroberte ZZ Schiffe. Plutarch, Kim. 14. (Kr.) </note> <note type="footnote"> 159) Beisitzer. Beisaßen, griech. Periöken, sind die halbfreien <lb/> Lakedämonischen Bauern, die theilweise auch Handel und Gewerbe trieben. Die Anzahl <lb/> ihrer Dörfer betrug gegen hundert. Vgl. Anm. H. </note> <note type="footnote"> 160) Aegineten T, 27. a, SS; Platäer s, se; Mantineer Tendenz. <lb/> Hellen. S, 2. (Poppo.) </note> <lb/> <pb n="96"/> auch die Athener zu Hilfe, und diese erschienen auch unter des Kimon <lb/> Führung in nicht geringer Zahl." Man.hatte sie aber vorzüglich <lb/> deshalb herbeigerufen, weil sie in der Belagerungskunst für sehr erfahren <lb/> galten und weil sich bei der. langen Dauer der Belagerung <lb/> gezeigt hatte, daß es hierin fehle; denn im Uebrigen wäre ihre Macht <lb/> schon hinreichend gewesen, den Platz zu nehmen. In Folge dieses <lb/> Feldzugs trat die Feindseligkeit zwischen Lakedämoniern und Athenern <lb/> zuerst ganz deutlich hervor; denn da der Platz doch nicht erstürmt <lb/> wurde, so besorgten die Lakedämonier von der Kühnheit und. <lb/> Neuerungssucht der Athener, und weil sie auch keine Stammesgenossen <lb/> seien, sie möchten bei längerem Bleiben sich von denen in Jthome zu <lb/> irgend welchen Umtrieben bereden lassen, und entließen sie allein von <lb/> allen Bundesgenossen, ohne jedoch ihren Verdacht auszusprechen, <lb/> sondern nur mit der Erklärung, daß sie ihrer nicht mehr bedürften. Die <lb/> Athener aber merkten wohl, daß sie nicht in guter Meinung, <lb/> sondern irgend eines Verdachtes wegen entlassen worden seien, und weil <lb/> sie dies für eine Beleidigung aufnahmen und solches von den <lb/> Lakedämoniern nicht dulden zu müssen glaubten, so lösten sie sogleich nach <lb/> ihrer Heimkehr die gegen die Perser geschlossene Bundesgenossenschaft <lb/> und wurden Bundesgenossen der-Argiver ^), der Lakedämonier <lb/> Feinde, und beide nahmen in dieselbe Eides- und <lb/> Bundesgenossenschaft auch die Thessaler Es auf. <note type="footnote"> 161)Wit 4000 Schwerbewaffneten nach Aristoph. Lysistrata v. 1143. <lb/> Krüger, Stab. i, S. 125.. ' , . </note> <note type="footnote"> 162) Die.Argiver, als das Volk der ältesten Herakliden (vgl. Anm. ZV<lb/> und 50*). welches die ältesten und berühmtesten Könige hervorgebracht,<lb/> glaubten von jeher den begründetsten Anspruch auf die Hegemonie im Peloponnes <lb/> zu haben, welche Sparta in der That besaß: daher immerdane'rnoer Groll gegen<lb/> diese Stadt, der noch dadurch verstärkt wurde, daß i. I. 550 Sparta den <lb/> Argivern die zwischen beiden Gebieten gelegene Landschaft Kynurea mit der Stadt<lb/> Thyrea wegnahm, und 5Z4 v. Chr. der spartanische König Kleomene» ihnen<lb/> bei TirnnS eine so entschiedene Niederlage beibrachte, daß sie zunächst j» poli, <lb/> tischer Ohnmacht vernrtheilt blieben.^ Während der Perser-kriege hielten sie<lb/> lieber zum Erbfeind der Hellenen, als daß sie von den Spartanern Befehle<lb/> angenommen hätten, obgleich sie zu Gunsten der Perser Nichts thun konnten. <lb/> Auch die vorwiegend demokratische Gesinnung machte die Argiver Athen geneigt. </note> <note type="footnote"> 163) Die Mehrzahl der Thessaler war immer den Athenern zugethan,' nach<lb/> 4, 78; vgl. l, 107. 2, 72. (Kr.) </note> </p><pb n="97"/></div></div></div></body></text></TEI>