<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:py="http://codespeak.net/lxml/objectify/pytype" py:pytype="TREE"><text><body><div type="translation" xml:lang="deu" n="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2"><div type="textpart" subtype="book" xml:base="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2" n="1"><div type="textpart" subtype="chapter" xml:base="urn:cts:greekLit:tlg0003.tlg001.1st1K-ger2:1" n="100"><p><note type="margin"> 469 <lb/> v. <lb/> Chr. </note> Hierauf ereignete sich auch die Land- und Seeschlacht am <lb/> Flusse Eurymedon in Pamphilien zwischen den Persern und den <lb/> Athenern mit ihren Bundesgenossen, und es gewannen damals die <lb/> Athener einen doppelten Sieg, zu Wasser und zu Lande, unter <lb/> Anführung Kimon's, des Miltiades Sohn, und sie nahmen und zer- <note type="margin"> 467 <lb/> Ehr. </note> <lb/> störten von den Schiffen der Phöniker in Allem gegen zweihundert. <lb/> Nicht lange danach geschah eS, daß die Thafier von ihnen ab­ <note type="footnote"> 157) Thnsos, eine gebirgige, waldreiche Insel, der Mündung des NestoS <lb/> gegenüber und nur eine halbe Tagereise von AmphipoliS gelegen, von KUND. <lb/> Flächengehalt, war im Alterthum sehr fruchtbar. Vor Allem aber zeichnete sie <lb/> großer Gvldreichrhum aus. Zuerst kolonisirten sie die Phönikicr, um auf Gold <lb/> zu graben. EtwaS vor 700 v. Chr. erhielt die Insel eine Kolonie von <lb/> ParoS, womit ihre eigentliche Geschichte beginnt. Sie gründete nun viele <lb/> Niederlassungen auf der gegenüberliegenden, ebenfalls sehr goldreichen Küste Thrakiens, <lb/> darunter Stank-Spule, an dessen Goldgruben auch unser ThukydideS Antheil <lb/> hatte. In guten Jahren belies sich das Einkommen aus den Bergwerken auf <lb/> Z00 Talente, die auf dem Festlande allein brachten den Thaliern jährlich <lb/> 60 Talente, Herod. VI, iS. Den Persern wagten die Thasier keinen <lb/> Widerstand zu leisten, sondern rissen auf Befehl des MardonioS ihre Mauern nieder <lb/> und lieferten ihre Flotte aus. Auch noch dem TerxeS zahlten sie einen Beitrag <lb/> von 400 Talenten zur Erhaltung seines HeereS. Nach der Vertreibung der <lb/> Perser traten sie zum Attischen Bund und waren mit jährlichen sechs Talenten <lb/> besteuert. Im I. 467 v. Chr. fielen sie, wie hier erzählt wird, von den <lb/> Athenern ab, weil sie deren Verlangen nach den thrakischen und thasischen <lb/> Goldgruben wahrnahmen. </note> <lb/> <pb n="95"/> fielen, nachdem zwischen ihnen wegen der gegenüberliegenden Handels. <lb/> Plätze in Thrakien und der Bergwerke, die sie benutzten, ein Streit <lb/> entstanden war. Die Athener nun segelten gen Thasos und gewannen <lb/> eine Seeschlacht III) und stiegen an'S Land. Zu jener Zeit schickten <lb/> sie auch zehntausend Ansiedler aus ihnen selbst und den Bundesgenossen <lb/> an den Strymonsluß, um an dem Orte, welcher damals die Neun <lb/> Wege genannt wurde, jetzt AmphipoliS, sich niederzulassen. Diese <lb/> bemächtigten sich zwar der Neun Wege, welche die Edoner besetzt <lb/> hatten, als sie aber gegen das Innere Thrakiens vordrangen, wurden sie <lb/> bei DrabeskoS im Lande der Edoner von den vereinigten Thrakern <lb/> geschlagen und aufgerieben, denn diese sahen in der Niederlassung bei <lb/> den Neun Wegen eine Feindseligkeit.</p></div></div></div></body></text></TEI>